Peking 27.12.2011 - Shanghai 06.02.2012
China
27.12.2011 (Thomas)
Nachdem unser
Flieger gecancelt wurde (wie wir schon berichtet haben) lief Heute
alles ohne Probleme. Als wir in Peking angekommen sind, haben wir uns ein Taxi
mit einem mexikanischen Pärchen geteilt (man muss halt sparen wo es nur geht J ) und dann
sind wir nur noch ins Bett gefallen und haben geschlafen. Es war ja auch schon nachts
um 3:00.
28.12.2011 (Thomas)
Endlich eine neue Kamera!
Ich hab ganz vergessen
zu erwähnen das meine Kamera bereits nach 5 Wochen kaputt gegangen ist, da
etwas Sand ins Getriebe gekommen ist J aber wenn alles klappt wird Sie über unseren
Norwegischen Freund nach Deutschland versendet und die Versicherung erledigt
den Rest. Wer glaubt, dass in China alles billiger ist täuscht sich gewaltig.
Ich habe für genau dieselbe Kamera annähernd den selben Preis bezahlt wie in
Deutschland.
Unser Hostel liegt
ganz in der Nähe von der Verbotene Stadt und ist dadurch sehr zentral. Am
besten kommt man hier mit der U-Bahn von A nach B, diese ist extrem günstig
(ungefähr 20 Cent p.P.) und zudem schnell. Nachdem wir heute etwas rumgelaufen
sind, hat es mich erst mal entschärft und ich habe den restlichen Tag im Bett
verbracht, somit hatte Steffi ein bisschen Zeit für sich selbst.
29.12.2011 (Thomas)
Wintertauglich
machen!!!
Nachdem ich dann
endlich richtig ausgeschlafen war, sind wir raus in die bitterliche Kälte.
Wir haben uns auf
die Suche nach einem Lonely Planet China gemacht. Leider hatte ich einen
kleinen Rückschlag und habe Steffi alleine weiter suchen lassen und mich selber
wieder ins Bett verfrachtet. Steffi kam aber leider ohne Lonely Planet wieder,
dafür mit ganz vielen neuen warmen Wintersachen, wie Mantel, Mütze, Handschuhe
und Winterschuhen.
Aber das sie keinen
Reiseführer von Lonely Planet China gefunden hat, lag nicht an Ihr sondern
daran das es keine über China gibt aber über alle anderen Länder! Wir haben
aber einen Australier kennen gelernt, der uns eventuell seinen überlässt.
01.01.12 (Steffi)
Dank Jeremey, dem
Australier, haben wir einen Lonely Planet. Freu mich jetzt schon auf Down
Under, wenn da alle so nett sind und einem Sachen schenken. J
Am 30.Dezember sind
wir raus aus der Stadt, in Richtung Sommer Palast. Dort hat sich früher die
Kaiserfamilie in den heißen Sommertagen aufgehalten. Das gesamte Gebiet liegt
um einen großen See herum und hat einige schöne Ecken zum Besichtigen. Wie die
17-Bogen Brücke, das Marmor Boot oder den längste Wandelgang, welcher aus
vielen Säulen und Pavillons besteht und sehr kunstvoll bemalt ist. Ebenfalls
befinden sich einige Tempel, sowie Wohnräume für den Kaiser und seine
Konkubinen auf dem Gelände. Ich denke für einen Sommerspaziergang ist es
wirklich sehr schön aber im Winter bei -5 Grad Celsius ist es einfach zu kalt
gewesen. :P
Nach dem langen
Kalten Marsch haben wir uns in eine große Shopping Meile verirrt und uns in den
Läden wieder etwas aufgewärmt. Gleich neben der Straße haben wir auch eine
kleine chinesische Food Meile gefunden und dort einige interessante
Entdeckungen gemacht.
Wir haben endlich,
die langersehnten, Vogelspinnen, Käfer, Skorpione und Heuschrecken am Spieß
gefunden. Es gab sogar Seepferdchen. Und wie ihr uns ja kennt haben wir gleich
probiert. Die Spieße werden aber leider einfach nur frittiert und von daher
schmecken die Skorpione, welche wir uns ausgesucht hatten, nur nach altem Fett
und sind knusprig. Aber es war trotzdem eine Erfahrung wert. Wir haben gehört,
dass sie dort auch Schafspenis anbieten, mal schauen ob wir das das nächste Mal
testen. J
Da es langsam Spät
wurde und wir nach den Skorpionen ein komisches Gefühl im Bauch hatten, haben
wir uns mit der U-Bahn auf den Heimweg gemacht. Leider haben wir nicht bedacht,
das genau zu der Zeit Rush Hour in der Subway herrschte. Das war vielleicht ein
Erlebnis. Alle stellen sich fein säuberlich in eine Reihe und sie lassen dabei
genug Platz für die Leute die aussteigen wollen. Wenn dann die U-Bahn ankommt,
sieht sie erst mal total voll aus. Aber egal ob Leute aussteigen oder nicht, es
passen immer noch Menschen hinein. Und falls nicht, gibt es immer noch
Aufpasser an jeder Tür die dann von Außen die Leute nach drinnen schieben und
drücken damit die Türen der Bahn auch zu gehen. Und wir waren Mitten drinn.
Aber wir müssen sagen es geht wirklich geregelt zu. Also man wird nicht
zerquetscht oder verletzt. War aber ein Spaß wert.
Am nächsten Tag sind
wir über den Tian`anmen Platz gelaufen. Auf ihm können sich bis zu 1 Millionen
Menschen versammeln und somit ist er der größte befestigte Platz der Welt. Am
nördlichen Ende des Platzes, befindet sich die Verbotene Stadt. Dort lebte bis
Anfang der 20 Jhd. jeder regierende Kaiser. Der einfachen Bevölkerung war der
Zugang verboten, was auch den Namen erklärt. Diese Stadt war das Machtsymbol
des Kaisers und kein Gebäude außerhalb durfte die Paläste der verbotenen Stadt
überragen. Auf dem Gebiet befinden sich ca. 890 Paläste und unzählige
Pavillons, die nach einer gewissen Zeit alle gleich aussehen. Jede Halle
symbolisiert etwas anderes, so gibt es zum Beispiel die Halle der himmlischen
Klarheit oder die Halle der Wahrung der Harmonie. Die Räume sind mit einem
weißen Marmorweg verbunden, welchen natürlich nur der Kaiser benutzen durfte.
Im Großen und Ganzen ist es ein sehr sehr großer Komplex mit vielem was sich
ähnelt. Aber trotzdem sehr farbenfroh und architektonisch einfach schön
anzusehen.
So nun war ja an dem
Tag auch Sylvester. Leider wird in China nicht wirklich New Years Eve gefeiert
wie wir es kennen, sondern sie haben ihr Neujahrsfest erst später im Januar.
Wir haben einige Leute gefragt ob trotzdem in Peking irgendwo etwas los ist
aber leider nicht wirklich viel raus finden können. Das erging einigen Leuten aus
unserem Hostel ähnlich und so haben wir uns zusammen getan und in der Bar
unsere Jugendherberge etwas getrunken und gefeiert. Kurz vor Mitternacht haben
wir dann doch noch eine Information über eine Party erhalten. Also haben wir
uns noch schnell auf zum Himmelstempel gemacht wo die Party stattfand. Da es
aber zeitlich schon sehr knapp war und wir kein Taxi finden konnten, ist es
dann dazu gekommen, dass wir um Mitternacht in einem 7/11 Shop waren. Wir haben
uns dann noch schnell ein Bier zum Anstoßen gekauft und das neue Jahr alleine
in einem kleinen Einkaufsladen eingeläutet. J
Danach sind wir per
Fuß weiter zur Party. Dort stellte sich heraus das nur geladenen Gäste hinein
durften und es mehr so eine Promotion Feier für das Sylvester 2012/13 war. Vor
den Toren haben wir dann noch weiter Leute getroffen und uns alle
zusammengeschlossen und einfach etwas gefeiert. So waren wir an dem Abend eine
sehr multikulturelle Truppe und hatten trotz Pannen sher viel Spaß.
02.01.12 (Steffi)
Wir haben es endlich
geschafft uns die weltberühmte Chinesische Mauer anzuschauen.
Thomas ist mit Josh,
einem Amerikaner aus unserem Hostel nach Jinshanling gefahren. Das ist ein Teil
der Mauer der noch nicht so Touristisch überlaufen ist wie manch andere Abschnitte.
Ebenfalls ist Jinsaling auch immer noch im alten Zustand und wurde nicht restauriert.
Ich selber war mit
Jorge, einem Spanier aus unserem Hostel in Badaling, was mehr der Touristische
Part der Mauer ist.
Mir hat es vollkommen
ausgereicht den typisch oft fotografierten Abschnitt hoch und runter zu laufen.
Thomas hat es mehr
genossen einen Teil der Mauer zu sehen den noch nicht jeder gesehen hat und hat
so auch eine längere und teurere Anfahrt in Kauf genommen.
Trotz getrennter
Wege, hatten wir beide einen schönen Tag.
Abends waren wir
dann alle zusammen Essen und haben den typisch chinesischen „Hot Pot“ gegessen.
Man bekommt einen großen, mit heißem Wasser gefüllten, Pot hingestellt und kann
dann da drin verschieden Sachen (Fleisch, Gemüße) garen. Sehr
gewöhnungsbedürftige Zubereitung aber lecker. Auch haben wir schon Dumplings
verköstigt und ich muss sagen ich bin jetzt schon süchtig nach den Dingern.
So wie es aussieht,
bleiben wir erst mal bis zum 05.01.12 in Beijing und danach fahren wir nach Qingdao.
Dort war mal eine deutsche Kolonie und heute befindet sich dort die Bier Brauerei
der chinesischen Marke Tsingtao.
03.01.12 (Steffi)
Heute haben wir mal
modernere Kultur gemacht und waren im 798 Art District. Dieser liegt etwas außerhalb
von Beijing und ist ein kleiner Stadtteil, wo Künstler ihr Arbeiten ausstellen.
Entweder haben sie selber eine kleine Galerie oder sie präsentieren ihre Werke
in einem der Museen oder einfach auf der Straße. Wir waren in einem der Museen
und haben uns die Ausstellung angeschaut. Das gesamte Künstlerviertel hat uns
beiden gefallen und wir haben dort einige Stunden verbracht.
Am Abend waren wir
dann noch schnell im Olympia Park und haben uns das berühmte „Vogelnest“
angeschaut und den Watercube gleich daneben.
Was ich euch schon
die ganze Zeit erzählen wollte und was mich eigentlich ehr erschrocken hat, ist
folgendes.
Viele Kinder haben
im Schritt ihrer Hose einen großen Schlitz. Dieser dient dazu, damit sie
schnell pullern können, meistens einfach genau da wo sie gerade stehen. Sie
hocken sich hin und legen los, auch mitten in einer Menschenmasse. Das hat mich
schon verwundert, da es Draußen bis zu -5 Grad werden und die Kinder im Schritt
einfach nackig sind.
Das nächste was mich
total anekelt ist, dass die Leute überall hin
Spucken. Was aber noch harmlos ist im Vergleich dazu, dass sie auch ihre
Nase auf taschentuchlose Art einfach auf der Straße säubern. Also ein Nasenloch
wird zugehalten und durch das andere wird Luft gepustet und der ganze Rotz
verteilt sich in alle Richtungen. Sehr sehr ekelhaft.
Wir haben es uns nicht entgehen lassen, die Bierfabrik zu besichtigen und an einer Verkostung teilzunehmen, die allerdings nur aus einem kleinen Bier bestand, was ziemlich enttäuschend war… Anschließend waren wir hungrig und sind ein bisschen abseits der großen Straßen gelaufen und auf einem kleinen Markt gestoßen. Dieser war aber schon am Abbauen und Einpacken. Aber wir haben noch bei einer Familie ein paar Dumplings (gefüllte Teigtaschen) bekommen und uns versucht mit dieser zu unterhalten.
Steffi hat den Tag mit relaxen verbracht und ein bisschen an der Archivierung unserer Bilder gearbeitet.
Am dritten Tag, ging es abends weiter mit dem Nachtbus nach Nanjing. Die Unterschiede zu den indischen Nachtbussen sind so groß. In China sind die Busse so sauber, man muss sogar die Schuhe vorher ausziehen. Man hat weise Bettlacken und dadurch, dass die Straßen so gut sind kann man sogar richtig gut schlafen. Nur leider fehlt jegliche Privatsphäre, da es keine Vorhänge oder Türen zum Verschließen gibt.
Der Bund ist ein sehr moderner und belebter Teil der Stadt. Mit dem People Square und der langen Einkaufsstraße ist das Viertel Abends noch viel schöner und farbenfroher. Ebenfalls kann man von hier die spektakuläre Skyline von Shanghai bewundern.
Hier waren wir auch um Mitternacht von 22ten zum 23ten Januar, um die Feuerwerke zu bewundern.
Diese waren überall in der Stadt. Egal in welche Straßen und Ecken man geschaut hat, überall ließen die Menschen Raketen und Böller hochgehen. Sehr Lautes und Farbenfrohes Spektakel.
Die letzte Woche in China haben wir mir Museumsbesuchen, Shopping, lecker Essen und netten Leuten verbracht.
Wir waren ebenfalls in der naheliegenden Stadt Suzhou. Sie ist durchzogen von Kanälen und hat viele schöne Gärten und auch einen Konfuzius Tempel.
Thomas hat sich Shanghai noch von
ganz Oben angeschaut. Er war auf der Aussichtsplattform des World
Financial Center, welches 492 m hoch ist. Währenddessen war ich im Kunstmuseum
und habe mir eine Ausstellung von Joan Miro angesehen.
China ist ja auch berühmt für seine textilen Fertigkeiten. So konnte Thomas nicht wiederstehen sich einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen zu lassen, der in null Komma nichts fertig war J und auch richtig gut aussieht.
Qingdao
So der letzte
Bericht liegt mal wieder ein paar Wochen zurück J aber somit habt ihr jetzt wieder ein
bisschen mehr zum lesen.
Nach Beijing sind
wir nach Qingdao gefahren, wie schon einmal erwähnt handelt es sich bei dieser
Stadt um eine ehemalige deutsche Kolonie von unserem alten Kaiser. Von daher
findet man hier auch noch einige europäische Gebäude sowie den größten Bierhersteller
Chinas (und die Deutschen haben damit angefangen!!!).Wir haben es uns nicht entgehen lassen, die Bierfabrik zu besichtigen und an einer Verkostung teilzunehmen, die allerdings nur aus einem kleinen Bier bestand, was ziemlich enttäuschend war… Anschließend waren wir hungrig und sind ein bisschen abseits der großen Straßen gelaufen und auf einem kleinen Markt gestoßen. Dieser war aber schon am Abbauen und Einpacken. Aber wir haben noch bei einer Familie ein paar Dumplings (gefüllte Teigtaschen) bekommen und uns versucht mit dieser zu unterhalten.
Am zweiten Tag haben
sich unsere Wege mal wieder getrennt, ich (Thomas) hab mich auf den Weg gemacht
um auf einen Berg zu wandern. In China muss man leider für viele Sachen Eintritt
zahlen, somit auch für den Berg. Ich hab mir ein Ticket gekauft und musste
sogar meinen Fingerabdruck dabei hinterlassen, damit die Karte auch nur für
mich gültig ist und ich diese keinen anderen geben kann. Dies wurde auch an
mehreren Checkpoints kontrolliert (sind halt kleine Kontrollfreaks die
Chinesen). Es war wirklich schön, mal Abseits der ganzen Massen unterwegs zu
sein und für einen längeren Zeitraum niemanden zu sehen oder zu hören.
Steffi hat den Tag mit relaxen verbracht und ein bisschen an der Archivierung unserer Bilder gearbeitet.
Am dritten Tag, ging es abends weiter mit dem Nachtbus nach Nanjing. Die Unterschiede zu den indischen Nachtbussen sind so groß. In China sind die Busse so sauber, man muss sogar die Schuhe vorher ausziehen. Man hat weise Bettlacken und dadurch, dass die Straßen so gut sind kann man sogar richtig gut schlafen. Nur leider fehlt jegliche Privatsphäre, da es keine Vorhänge oder Türen zum Verschließen gibt.
Nanjing
Pünktlich um 6 Uhr morgens
sind wir in der ehemaligen Hauptstadt Chinas angekommen.
Die Stadt hat leider
eine traurige Berühmtheit im zweiten Weltkrieg erhalten oder wie die Chinesen auch
gerne sagen, „Der Sieg der chinesischen Armee gegen die Japaner“. Als die
Japaner Ende 1937 die Stadt eroberten, ließen die Japaner ihre ganze Wut an der
Zivilbevölkerung aus (wie es ja in jedem Krieg ist). Innerhalb von 6 Wochen
wurden Schätzungsweise bis zu 300000 Menschen durch Massenerschießung,
Verbrennen, lebendiges Begraben oder Foltern umgebracht. Die weibliche Bevölkerung
hat dies besonders zu spüren bekommen, es wurden Massenhaft von Ihnen
vergewaltigt bzw. in „spezielle Frauenhäuser“ verschleppt. Indem diese Tagsüber
die Wäsche der Besatzer waschen durften und abends vergewaltigt wurden und dies
über teilweise Jahre hinweg.
All dies wurde
ziemlich Eindrucksvoll im „Nanjing Massaker Museum“ gezeigt. Am beeindruckenden
/erschreckenden waren die Berichte der überlebende und die Fotos. Dabei wurden
auch Berichte von ehemaligen Japanischen Soldaten ausgestellt. Die im hohen Alter
über ihre Erlebnisse berichtet haben und auch die Vergewaltigungen zugegeben
haben, für Sie war es damals „nix schlimmes“ da es von den Befehlshabern
erlaubt wurde. Jedoch bereuten sie Ihre taten später…
In diesem Zeitraum
haben auch zwei japanische Offiziere große Berühmtheit erlangt, da diese eine Wette
abgeschlossen haben: Wer als ersten 100 Chinesen mit dem Schwert tötet. Dies
wurde in den damaligen japanischen Medien sehr aufmerksam verfolgt. Wie
heutzutage ein Turnier. Aber nun genug von dieser Seite Nanjings.
Die Stadt hat auch
vieles schönes zu bieten. Zum Beispiel hat Nanjing die längste Stadtmauer der
Welt mit über 30km, geht diese rings herum und kann auch bestiegen werden. Am
meisten hat es uns Spaß gemacht einfach rum zu laufen und die Leute zu
beobachten bzw. uns beobachten zu lassen. Da ich mit meiner Größe doch ab und
zu auffalle, am liebsten stellen sich die Chinesen neben mich und „erschrecken“
wenn sie den Größenunterschied feststellen. Was allerdings von Zeit zu Zeit
auch ziemlich nervig wird.
Abends waren wir
noch bei eine traditionell medizinischen chinesischen Massage. Hier wird
richtig an einem gezogen und gedreht bis alles einmal geknackt hat.(aber ohne happy end
J)
Tunxi
Der nächste Schritt
auf unserer Reise brachte uns nach Tunxi, Hier befindet sich der Berg Huan
Shan, den wir unbedingt besteigen wollten. Viele andere Reisende haben uns von
der wunderschönen Aussicht und atemberaubenden Schönheit des Berges berichtet.
Leider hatten wir an dem Tag unserer Besteigung schlechtes Wetter und somit
haben wir von der Aussicht so gut wie gar nichts sehen können. Aber die ganzen
Stufen zu meistern war schon eine Herausforderung genug, wir benötigten für die
knapp 7km (2000 Stufen) zum Gipfel 3h. Wir haben uns dazu entschlossen, nicht
am selben Tag wieder herunter zu steigen, sondern auf dem Berg zu schlafen. So
hätten wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang sehen können. Gesagt getan, morgens
gegen 6 Uhr sind wir aufgestanden um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Allerdings
wurde daraus nix, da das Wetter wieder total mies war. Also haben wir nur eine
Kleinigkeit gegessen und sind dann wieder runter ins Tal gelaufen.
Um die Hotels auf
der Spitze des Berges mit allem wichtigen zu versorgen, wurde nicht die Seilbahn
zum Transport benutzt, sondern alles wurde von Chinesen auf den Berg getragen.
Also waren täglich mehrere dutzend Arbeiter unterwegs, um denselben Weg zu
bewältigen wie wir, nur mit wesentlich mehr Gepäck. Wir vermuten, dass sie den
mühsamen Weg mehrmals täglich laufen. Es wurden unteranderem Flachbildschirme,
Bettwäsche, Getränkepaletten und sogar Stahlträger nach oben transportiert, was
uns schon ziemlich beeindruckt hat.
Wuyuan
Nach Tunxi sind wir
in das etwas südlicher gelegene Wuyuan gefahren. Rings um Wuyuan kann man noch
die alten (teilweise noch originalen) Dörfer besuchen. Unsere Unterkunft befand
sich auch in einem dieser Dörfer und wir waren mal wieder über die
Gastfreundschaft der Familien beeindruckt. Unser Dorf hieß Little Likeng und
war natürlich das schönste von allen ;-)
Leider konnte man den
Fortschritt auch in diesem Dorf beobachten aber diesmal auf eine unschöne Art
und Weise. Der chinesische Staat hat sich entschlossen eine weitere Zugstrecke
zu bauen und anstatt diese um das Dorf zu führen, wird diese nun direkt durch
das Dorf gebaut. Die Bewohner waren darüber nicht sehr glücklich aber so ist
das nun mal mit dem Fortschritt, oder wie es in diesem Fall eher als Rückschritt
angesehen werden kann.
Nach 3 schönen Tagen
abseits der großen Städte und vieler schöner Berge und Dörfer sind wir weiter nach
Hangzhou gefahren.
Hangzhou
Hier haben wir uns
nur ein paar Tage aufgehalten. Steffi hat ein Seidenmuseum besucht und ich bin
der Weile mal wieder rum gelaufen und hab mich „bestaunen“ lassen. Wir haben
uns auch endlich mal entschieden wo wir das Chinesische Neujahr, oder auch
Springfestival genannt, verbringen wollen, nämlich in Shanghai!
Das Chinesische
Neujahrsfest ist eigentlich ein Familienfest und die Chinesen verbringen dieses
Zuhause im engen Kreise. Das Fest ist auch der Grund für die größte regelmäßige
Völkerwanderung auf der Welt. In den Medien wird davon gesprochen, dass jedes
Jahr um die 230Mio. Chinesen sich auf den Weg in ihre Heimatdörfer machen. Es
wird auch jedes Mal davor gewarnt in dieser Zeit zu reisen, da man sehr schwer
an Tickets ran kommen soll. Aber wir haben davon nix mitbekommen und haben so
wie immer erst ein zwei Tage vorher unsere Tickets geholt. Ich glaube das
Chinesische Neujahrsfest lässt sich am besten mit unserem Weihnachten,
vergleichen, wenn sich auch bei uns die ganze Familie versammelt um etwas Zeit
miteinander zu verbringen. Bei den Chinesen ist dies auch die einzige Zeit,
indem sich alle in einer Familie sehen und neue Pläne für das kommende Jahr
schmieden. So kehren Schätzungsweise ein Drittel aller arbeitender Chinesen
nach dem Neujahrsfest nicht mehr zu ihrem alten Arbeitsplatz zurück!
Nice to know: das
Jahr der Ratte geht mit dem 22.01.12 vorbei und am 23ten Januar beginnt das
Jahr des Drachens.
Shanghai
Shanghai ist eine
sehr beindruckende Großstadt.
Wir sind mit dem Zug
sehr früh angekommen und hatten so den Nachmittag noch Zeit etwas zu machen.
So sind wir als
erstes auf den „Fake-Market“ gegangen und haben uns angeschaut was man nicht
alles Fälschen kann J
Auch in den Städten
merkt man, das gerade Feiertage sind. Es hatte mindestens jedes 2te Geschäft
geschlossen und die Museen hatten sowieso zu. Also sind an unseren ersten 2
Tagen in Shanghai viel herum gelaufen und haben uns die Architektur und Straßen
in den Vierteln „French Concession“ und „The Bund“ angeschaut.Der Bund ist ein sehr moderner und belebter Teil der Stadt. Mit dem People Square und der langen Einkaufsstraße ist das Viertel Abends noch viel schöner und farbenfroher. Ebenfalls kann man von hier die spektakuläre Skyline von Shanghai bewundern.
Hier waren wir auch um Mitternacht von 22ten zum 23ten Januar, um die Feuerwerke zu bewundern.
Diese waren überall in der Stadt. Egal in welche Straßen und Ecken man geschaut hat, überall ließen die Menschen Raketen und Böller hochgehen. Sehr Lautes und Farbenfrohes Spektakel.
Suzhou und Shanghai
Die letzte Woche in China haben wir mir Museumsbesuchen, Shopping, lecker Essen und netten Leuten verbracht.
Wir waren ebenfalls in der naheliegenden Stadt Suzhou. Sie ist durchzogen von Kanälen und hat viele schöne Gärten und auch einen Konfuzius Tempel.
China ist ja auch berühmt für seine textilen Fertigkeiten. So konnte Thomas nicht wiederstehen sich einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen zu lassen, der in null Komma nichts fertig war J und auch richtig gut aussieht.