China


Peking 27.12.2011 - Shanghai 06.02.2012





China

27.12.2011 (Thomas)

Nachdem unser Flieger gecancelt wurde (wie wir schon berichtet haben) lief Heute alles ohne Probleme. Als wir in Peking angekommen sind, haben wir uns ein Taxi mit einem mexikanischen Pärchen geteilt (man muss halt sparen wo es nur geht J ) und dann sind wir nur noch ins Bett gefallen und haben geschlafen. Es war ja auch schon nachts um 3:00.



28.12.2011 (Thomas)

Endlich eine neue Kamera!

Ich hab ganz vergessen zu erwähnen das meine Kamera bereits nach 5 Wochen kaputt gegangen ist, da etwas Sand ins Getriebe gekommen ist J aber wenn alles klappt wird Sie über unseren Norwegischen Freund nach Deutschland versendet und die Versicherung erledigt den Rest. Wer glaubt, dass in China alles billiger ist täuscht sich gewaltig. Ich habe für genau dieselbe Kamera annähernd den selben Preis bezahlt wie in Deutschland.

Unser Hostel liegt ganz in der Nähe von der Verbotene Stadt und ist dadurch sehr zentral. Am besten kommt man hier mit der U-Bahn von A nach B, diese ist extrem günstig (ungefähr 20 Cent p.P.) und zudem schnell. Nachdem wir heute etwas rumgelaufen sind, hat es mich erst mal entschärft und ich habe den restlichen Tag im Bett verbracht, somit hatte Steffi ein bisschen Zeit für sich selbst.



29.12.2011 (Thomas)

Wintertauglich machen!!!

Nachdem ich dann endlich richtig ausgeschlafen war, sind wir raus in die bitterliche Kälte.

Wir haben uns auf die Suche nach einem Lonely Planet China gemacht. Leider hatte ich einen kleinen Rückschlag und habe Steffi alleine weiter suchen lassen und mich selber wieder ins Bett verfrachtet. Steffi kam aber leider ohne Lonely Planet wieder, dafür mit ganz vielen neuen warmen Wintersachen, wie Mantel, Mütze, Handschuhe und Winterschuhen.

Aber das sie keinen Reiseführer von Lonely Planet China gefunden hat, lag nicht an Ihr sondern daran das es keine über China gibt aber über alle anderen Länder! Wir haben aber einen Australier kennen gelernt, der uns eventuell seinen überlässt.



01.01.12 (Steffi)

Dank Jeremey, dem Australier, haben wir einen Lonely Planet. Freu mich jetzt schon auf Down Under, wenn da alle so nett sind und einem Sachen schenken. J

Am 30.Dezember sind wir raus aus der Stadt, in Richtung Sommer Palast. Dort hat sich früher die Kaiserfamilie in den heißen Sommertagen aufgehalten. Das gesamte Gebiet liegt um einen großen See herum und hat einige schöne Ecken zum Besichtigen. Wie die 17-Bogen Brücke, das Marmor Boot oder den längste Wandelgang, welcher aus vielen Säulen und Pavillons besteht und sehr kunstvoll bemalt ist. Ebenfalls befinden sich einige Tempel, sowie Wohnräume für den Kaiser und seine Konkubinen auf dem Gelände. Ich denke für einen Sommerspaziergang ist es wirklich sehr schön aber im Winter bei -5 Grad Celsius ist es einfach zu kalt gewesen. :P

Nach dem langen Kalten Marsch haben wir uns in eine große Shopping Meile verirrt und uns in den Läden wieder etwas aufgewärmt. Gleich neben der Straße haben wir auch eine kleine chinesische Food Meile gefunden und dort einige interessante Entdeckungen gemacht.

Wir haben endlich, die langersehnten, Vogelspinnen, Käfer, Skorpione und Heuschrecken am Spieß gefunden. Es gab sogar Seepferdchen. Und wie ihr uns ja kennt haben wir gleich probiert. Die Spieße werden aber leider einfach nur frittiert und von daher schmecken die Skorpione, welche wir uns ausgesucht hatten, nur nach altem Fett und sind knusprig. Aber es war trotzdem eine Erfahrung wert. Wir haben gehört, dass sie dort auch Schafspenis anbieten, mal schauen ob wir das das nächste Mal testen. J

Da es langsam Spät wurde und wir nach den Skorpionen ein komisches Gefühl im Bauch hatten, haben wir uns mit der U-Bahn auf den Heimweg gemacht. Leider haben wir nicht bedacht, das genau zu der Zeit Rush Hour in der Subway herrschte. Das war vielleicht ein Erlebnis. Alle stellen sich fein säuberlich in eine Reihe und sie lassen dabei genug Platz für die Leute die aussteigen wollen. Wenn dann die U-Bahn ankommt, sieht sie erst mal total voll aus. Aber egal ob Leute aussteigen oder nicht, es passen immer noch Menschen hinein. Und falls nicht, gibt es immer noch Aufpasser an jeder Tür die dann von Außen die Leute nach drinnen schieben und drücken damit die Türen der Bahn auch zu gehen. Und wir waren Mitten drinn. Aber wir müssen sagen es geht wirklich geregelt zu. Also man wird nicht zerquetscht oder verletzt. War aber ein Spaß wert.

Am nächsten Tag sind wir über den Tian`anmen Platz gelaufen. Auf ihm können sich bis zu 1 Millionen Menschen versammeln und somit ist er der größte befestigte Platz der Welt. Am nördlichen Ende des Platzes, befindet sich die Verbotene Stadt. Dort lebte bis Anfang der 20 Jhd. jeder regierende Kaiser. Der einfachen Bevölkerung war der Zugang verboten, was auch den Namen erklärt. Diese Stadt war das Machtsymbol des Kaisers und kein Gebäude außerhalb durfte die Paläste der verbotenen Stadt überragen. Auf dem Gebiet befinden sich ca. 890 Paläste und unzählige Pavillons, die nach einer gewissen Zeit alle gleich aussehen. Jede Halle symbolisiert etwas anderes, so gibt es zum Beispiel die Halle der himmlischen Klarheit oder die Halle der Wahrung der Harmonie. Die Räume sind mit einem weißen Marmorweg verbunden, welchen natürlich nur der Kaiser benutzen durfte. Im Großen und Ganzen ist es ein sehr sehr großer Komplex mit vielem was sich ähnelt. Aber trotzdem sehr farbenfroh und architektonisch einfach schön anzusehen.

So nun war ja an dem Tag auch Sylvester. Leider wird in China nicht wirklich New Years Eve gefeiert wie wir es kennen, sondern sie haben ihr Neujahrsfest erst später im Januar. Wir haben einige Leute gefragt ob trotzdem in Peking irgendwo etwas los ist aber leider nicht wirklich viel raus finden können. Das erging einigen Leuten aus unserem Hostel ähnlich und so haben wir uns zusammen getan und in der Bar unsere Jugendherberge etwas getrunken und gefeiert. Kurz vor Mitternacht haben wir dann doch noch eine Information über eine Party erhalten. Also haben wir uns noch schnell auf zum Himmelstempel gemacht wo die Party stattfand. Da es aber zeitlich schon sehr knapp war und wir kein Taxi finden konnten, ist es dann dazu gekommen, dass wir um Mitternacht in einem 7/11 Shop waren. Wir haben uns dann noch schnell ein Bier zum Anstoßen gekauft und das neue Jahr alleine in einem kleinen Einkaufsladen eingeläutet. J

Danach sind wir per Fuß weiter zur Party. Dort stellte sich heraus das nur geladenen Gäste hinein durften und es mehr so eine Promotion Feier für das Sylvester 2012/13 war. Vor den Toren haben wir dann noch weiter Leute getroffen und uns alle zusammengeschlossen und einfach etwas gefeiert. So waren wir an dem Abend eine sehr multikulturelle Truppe und hatten trotz Pannen sher viel Spaß.



02.01.12 (Steffi)

Wir haben es endlich geschafft uns die weltberühmte Chinesische Mauer anzuschauen.

Thomas ist mit Josh, einem Amerikaner aus unserem Hostel nach Jinshanling gefahren. Das ist ein Teil der Mauer der noch nicht so Touristisch überlaufen ist wie manch andere Abschnitte. Ebenfalls ist Jinsaling auch immer noch im alten Zustand und wurde nicht restauriert.

Ich selber war mit Jorge, einem Spanier aus unserem Hostel in Badaling, was mehr der Touristische Part der Mauer ist.

Mir hat es vollkommen ausgereicht den typisch oft fotografierten Abschnitt hoch und runter zu laufen.

Thomas hat es mehr genossen einen Teil der Mauer zu sehen den noch nicht jeder gesehen hat und hat so auch eine längere und teurere Anfahrt in Kauf genommen.

Trotz getrennter Wege, hatten wir beide einen schönen Tag.

Abends waren wir dann alle zusammen Essen und haben den typisch chinesischen „Hot Pot“ gegessen. Man bekommt einen großen, mit heißem Wasser gefüllten, Pot hingestellt und kann dann da drin verschieden Sachen (Fleisch, Gemüße) garen. Sehr gewöhnungsbedürftige Zubereitung aber lecker. Auch haben wir schon Dumplings verköstigt und ich muss sagen ich bin jetzt schon süchtig nach den Dingern.

So wie es aussieht, bleiben wir erst mal bis zum 05.01.12 in Beijing und danach fahren wir nach Qingdao. Dort war mal eine deutsche Kolonie und heute befindet sich dort die Bier Brauerei der chinesischen Marke Tsingtao.



03.01.12 (Steffi)

Heute haben wir mal modernere Kultur gemacht und waren im 798 Art District. Dieser liegt etwas außerhalb von Beijing und ist ein kleiner Stadtteil, wo Künstler ihr Arbeiten ausstellen. Entweder haben sie selber eine kleine Galerie oder sie präsentieren ihre Werke in einem der Museen oder einfach auf der Straße. Wir waren in einem der Museen und haben uns die Ausstellung angeschaut. Das gesamte Künstlerviertel hat uns beiden gefallen und wir haben dort einige Stunden verbracht.

Am Abend waren wir dann noch schnell im Olympia Park und haben uns das berühmte „Vogelnest“ angeschaut und den Watercube gleich daneben.

Was ich euch schon die ganze Zeit erzählen wollte und was mich eigentlich ehr erschrocken hat, ist folgendes.

Viele Kinder haben im Schritt ihrer Hose einen großen Schlitz. Dieser dient dazu, damit sie schnell pullern können, meistens einfach genau da wo sie gerade stehen. Sie hocken sich hin und legen los, auch mitten in einer Menschenmasse. Das hat mich schon verwundert, da es Draußen bis zu -5 Grad werden und die Kinder im Schritt einfach nackig sind.

Das nächste was mich total anekelt ist, dass die Leute überall hin  Spucken. Was aber noch harmlos ist im Vergleich dazu, dass sie auch ihre Nase auf taschentuchlose Art einfach auf der Straße säubern. Also ein Nasenloch wird zugehalten und durch das andere wird Luft gepustet und der ganze Rotz verteilt sich in alle Richtungen. Sehr sehr ekelhaft.


Qingdao
So der letzte Bericht liegt mal wieder ein paar Wochen zurück J aber somit habt ihr jetzt wieder ein bisschen mehr zum lesen.
Nach Beijing sind wir nach Qingdao gefahren, wie schon einmal erwähnt handelt es sich bei dieser Stadt um eine ehemalige deutsche Kolonie von unserem alten Kaiser. Von daher findet man hier auch noch einige europäische Gebäude sowie den größten Bierhersteller Chinas (und die Deutschen haben damit angefangen!!!).

Wir haben es uns nicht entgehen lassen, die Bierfabrik zu besichtigen und an einer Verkostung teilzunehmen, die allerdings nur aus einem kleinen Bier bestand, was ziemlich enttäuschend war… Anschließend waren wir hungrig und sind ein bisschen abseits der großen Straßen gelaufen und auf einem kleinen Markt gestoßen. Dieser war aber schon am Abbauen und Einpacken. Aber wir haben noch bei einer Familie ein paar Dumplings (gefüllte Teigtaschen) bekommen und uns versucht mit dieser zu unterhalten.

Am zweiten Tag haben sich unsere Wege mal wieder getrennt, ich (Thomas) hab mich auf den Weg gemacht um auf einen Berg zu wandern. In China muss man leider für viele Sachen Eintritt zahlen, somit auch für den Berg. Ich hab mir ein Ticket gekauft und musste sogar meinen Fingerabdruck dabei hinterlassen, damit die Karte auch nur für mich gültig ist und ich diese keinen anderen geben kann. Dies wurde auch an mehreren Checkpoints kontrolliert (sind halt kleine Kontrollfreaks die Chinesen). Es war wirklich schön, mal Abseits der ganzen Massen unterwegs zu sein und für einen längeren Zeitraum niemanden zu sehen oder zu hören.

Steffi hat den Tag mit relaxen verbracht und ein bisschen an der Archivierung unserer Bilder gearbeitet.

Am dritten Tag, ging es abends weiter mit dem Nachtbus nach Nanjing. Die Unterschiede zu den indischen Nachtbussen sind so groß. In China sind die Busse so sauber, man muss sogar die Schuhe vorher ausziehen. Man hat weise Bettlacken und dadurch, dass die Straßen so gut sind kann man sogar richtig gut schlafen. Nur leider fehlt jegliche Privatsphäre, da es keine Vorhänge oder Türen zum Verschließen gibt.

Nanjing
Pünktlich um 6 Uhr morgens sind wir in der ehemaligen Hauptstadt Chinas angekommen.

Die Stadt hat leider eine traurige Berühmtheit im zweiten Weltkrieg erhalten oder wie die Chinesen auch gerne sagen, „Der Sieg der chinesischen Armee gegen die Japaner“. Als die Japaner Ende 1937 die Stadt eroberten, ließen die Japaner ihre ganze Wut an der Zivilbevölkerung aus (wie es ja in jedem Krieg ist). Innerhalb von 6 Wochen wurden Schätzungsweise bis zu 300000 Menschen durch Massenerschießung, Verbrennen, lebendiges Begraben oder Foltern umgebracht. Die weibliche Bevölkerung hat dies besonders zu spüren bekommen, es wurden Massenhaft von Ihnen vergewaltigt bzw. in „spezielle Frauenhäuser“ verschleppt. Indem diese Tagsüber die Wäsche der Besatzer waschen durften und abends vergewaltigt wurden und dies über teilweise Jahre hinweg.
All dies wurde ziemlich Eindrucksvoll im „Nanjing Massaker Museum“ gezeigt. Am beeindruckenden /erschreckenden waren die Berichte der überlebende und die Fotos. Dabei wurden auch Berichte von ehemaligen Japanischen Soldaten ausgestellt. Die im hohen Alter über ihre Erlebnisse berichtet haben und auch die Vergewaltigungen zugegeben haben, für Sie war es damals „nix schlimmes“ da es von den Befehlshabern erlaubt wurde. Jedoch bereuten sie Ihre taten später…
In diesem Zeitraum haben auch zwei japanische Offiziere große Berühmtheit erlangt, da diese eine Wette abgeschlossen haben: Wer als ersten 100 Chinesen mit dem Schwert tötet. Dies wurde in den damaligen japanischen Medien sehr aufmerksam verfolgt. Wie heutzutage ein Turnier. Aber nun genug von dieser Seite Nanjings.
Die Stadt hat auch vieles schönes zu bieten. Zum Beispiel hat Nanjing die längste Stadtmauer der Welt mit über 30km, geht diese rings herum und kann auch bestiegen werden. Am meisten hat es uns Spaß gemacht einfach rum zu laufen und die Leute zu beobachten bzw. uns beobachten zu lassen. Da ich mit meiner Größe doch ab und zu auffalle, am liebsten stellen sich die Chinesen neben mich und „erschrecken“ wenn sie den Größenunterschied feststellen. Was allerdings von Zeit zu Zeit auch ziemlich nervig wird.
Abends waren wir noch bei eine traditionell medizinischen chinesischen Massage. Hier wird richtig an einem gezogen und gedreht bis alles einmal geknackt hat.(aber ohne happy end J)

Tunxi
Der nächste Schritt auf unserer Reise brachte uns nach Tunxi, Hier befindet sich der Berg Huan Shan, den wir unbedingt besteigen wollten. Viele andere Reisende haben uns von der wunderschönen Aussicht und atemberaubenden Schönheit des Berges berichtet. Leider hatten wir an dem Tag unserer Besteigung schlechtes Wetter und somit haben wir von der Aussicht so gut wie gar nichts sehen können. Aber die ganzen Stufen zu meistern war schon eine Herausforderung genug, wir benötigten für die knapp 7km (2000 Stufen) zum Gipfel 3h. Wir haben uns dazu entschlossen, nicht am selben Tag wieder herunter zu steigen, sondern auf dem Berg zu schlafen. So hätten wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang sehen können. Gesagt getan, morgens gegen 6 Uhr sind wir aufgestanden um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Allerdings wurde daraus nix, da das Wetter wieder total mies war. Also haben wir nur eine Kleinigkeit gegessen und sind dann wieder runter ins Tal gelaufen.
Um die Hotels auf der Spitze des Berges mit allem wichtigen zu versorgen, wurde nicht die Seilbahn zum Transport benutzt, sondern alles wurde von Chinesen auf den Berg getragen. Also waren täglich mehrere dutzend Arbeiter unterwegs, um denselben Weg zu bewältigen wie wir, nur mit wesentlich mehr Gepäck. Wir vermuten, dass sie den mühsamen Weg mehrmals täglich laufen. Es wurden unteranderem Flachbildschirme, Bettwäsche, Getränkepaletten und sogar Stahlträger nach oben transportiert, was uns schon ziemlich beeindruckt hat.

Wuyuan
Nach Tunxi sind wir in das etwas südlicher gelegene Wuyuan gefahren. Rings um Wuyuan kann man noch die alten (teilweise noch originalen) Dörfer besuchen. Unsere Unterkunft befand sich auch in einem dieser Dörfer und wir waren mal wieder über die Gastfreundschaft der Familien beeindruckt. Unser Dorf hieß Little Likeng und war natürlich das schönste von allen ;-)
Leider konnte man den Fortschritt auch in diesem Dorf beobachten aber diesmal auf eine unschöne Art und Weise. Der chinesische Staat hat sich entschlossen eine weitere Zugstrecke zu bauen und anstatt diese um das Dorf zu führen, wird diese nun direkt durch das Dorf gebaut. Die Bewohner waren darüber nicht sehr glücklich aber so ist das nun mal mit dem Fortschritt, oder wie es in diesem Fall eher als Rückschritt angesehen werden kann.
Nach 3 schönen Tagen abseits der großen Städte und vieler schöner Berge und Dörfer sind wir weiter nach Hangzhou gefahren.

Hangzhou
Hier haben wir uns nur ein paar Tage aufgehalten. Steffi hat ein Seidenmuseum besucht und ich bin der Weile mal wieder rum gelaufen und hab mich „bestaunen“ lassen. Wir haben uns auch endlich mal entschieden wo wir das Chinesische Neujahr, oder auch Springfestival genannt, verbringen wollen, nämlich in Shanghai!
Das Chinesische Neujahrsfest ist eigentlich ein Familienfest und die Chinesen verbringen dieses Zuhause im engen Kreise. Das Fest ist auch der Grund für die größte regelmäßige Völkerwanderung auf der Welt. In den Medien wird davon gesprochen, dass jedes Jahr um die 230Mio. Chinesen sich auf den Weg in ihre Heimatdörfer machen. Es wird auch jedes Mal davor gewarnt in dieser Zeit zu reisen, da man sehr schwer an Tickets ran kommen soll. Aber wir haben davon nix mitbekommen und haben so wie immer erst ein zwei Tage vorher unsere Tickets geholt. Ich glaube das Chinesische Neujahrsfest lässt sich am besten mit unserem Weihnachten, vergleichen, wenn sich auch bei uns die ganze Familie versammelt um etwas Zeit miteinander zu verbringen. Bei den Chinesen ist dies auch die einzige Zeit, indem sich alle in einer Familie sehen und neue Pläne für das kommende Jahr schmieden. So kehren Schätzungsweise ein Drittel aller arbeitender Chinesen nach dem Neujahrsfest nicht mehr zu ihrem alten Arbeitsplatz zurück!
Nice to know: das Jahr der Ratte geht mit dem 22.01.12 vorbei und am 23ten Januar beginnt das Jahr des Drachens.

Shanghai
Shanghai ist eine sehr beindruckende Großstadt.
Wir sind mit dem Zug sehr früh angekommen und hatten so den Nachmittag noch Zeit etwas zu machen.
So sind wir als erstes auf den „Fake-Market“ gegangen und haben uns angeschaut was man nicht alles Fälschen kann J
Auch in den Städten merkt man, das gerade Feiertage sind. Es hatte mindestens jedes 2te Geschäft geschlossen und die Museen hatten sowieso zu. Also sind an unseren ersten 2 Tagen in Shanghai viel herum gelaufen und haben uns die Architektur und Straßen in den Vierteln „French Concession“ und „The Bund“ angeschaut.

Der Bund ist ein sehr moderner und belebter Teil der Stadt. Mit dem People Square und der langen Einkaufsstraße ist das Viertel Abends noch viel schöner und farbenfroher. Ebenfalls kann man von hier die spektakuläre Skyline von Shanghai bewundern.

Hier waren wir auch um Mitternacht von 22ten zum 23ten Januar, um die Feuerwerke zu bewundern.

Diese waren überall in der Stadt. Egal in welche Straßen und Ecken man geschaut hat, überall ließen die Menschen Raketen und Böller hochgehen. Sehr Lautes und Farbenfrohes Spektakel.



Suzhou und Shanghai

Die letzte Woche in China haben wir mir Museumsbesuchen, Shopping, lecker Essen und netten Leuten verbracht.

Wir waren ebenfalls in der naheliegenden Stadt Suzhou. Sie ist durchzogen von Kanälen und hat viele schöne Gärten und auch einen Konfuzius Tempel.

 Thomas hat sich Shanghai noch von ganz Oben angeschaut. Er war auf der Aussichtsplattform des World Financial Center, welches 492 m hoch ist. Währenddessen war ich im Kunstmuseum und habe mir eine Ausstellung von Joan Miro angesehen.

China ist ja auch berühmt für seine textilen Fertigkeiten. So konnte Thomas nicht wiederstehen sich einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen zu lassen, der in null Komma nichts fertig war J und auch richtig gut aussieht.