Südostasien


Bangkok 06.02.2012 - Bangkok 29.04.2012

Thailand - Kambodscha - Vietnam - Laos - Thailand



THAILAND
Bangkok (06.02.12 – 09.02.12)

Wir sind am frühen Nachmittag des 6ten Februar endlich in Bangkok angekommen. Und endlich haben wir wieder 30°C.
Nach langem Suchen haben wir in einer kleinen Seitenstraße auch unser Guesthouse gefunden. Es liegt etwas abseits vom Zentrum und ist daher ruhiger und nicht so überfüllt von Touristen oder Händlern. Wir finden hier noch nicht mal einen TukTuk Fahrer der uns mitnehmen will. J Dafür gibt es hier sehr viele kleine einheimische Restaurants, die wir bis jetzt in jedem Land immer bevorzugt haben.
Natürlich sind wir als erstes auf die Touristen überfüllte Backpacker Straße, die Khao Shan Road. Dort wimmelt es von Straßen-Essensständen und Verkäufern. Hier gibt es fast denselben „Mist“ zu kaufen wie in Indien. Sie haben die gleichen Hosen, von Muster als auch von der Qualität her, denselben Schmuck und die gleichen lächerlichen Spielereien, wie Laserpointer. Nur ist hier alles dreifach so teuer und die Verkäufer lassen einfach nicht mit sich handeln. Da bin ich mit meinem guten Verhandlungsgeschick sogar am Ende.

Wir waren aber vorerst nur auf der Suche nach einem Lonely Planet von Südostasien. Zu unserem Erstaunen gab es diese an jeder Ecke zu kaufen. Von Originalen, über Gebraucht bis hin zu schlechten Kopien. Da die Reiseführer sehr beliebt sind, wollen die Händler total überteuerte Preise. Für eine Kopie verlangen sie nahezu das, was man für ein neues originales Buch in Deutschland bezahlt. Wir haben ewig gesucht ehe wir einen schönen gebrauchten Lonely Planet gefunden hatten, den wir dann gegen unsere China Reiseführer eintauschen konnten.

Ach und wie es der Zufall so will haben wir jetzt sogar zwei davon. Wir haben in unseren Hostel ein nettes Pärchen aus London kennengelernt, welches in China als Lehrer tätig ist. Die beiden haben ihre Südostasien Reise gerade beendet und uns netterweise ihren Lonely Planet überlassen.
Bis jetzt haben wir in Bangkok sehr lecker gegessen, uns ein wenig die Stadt angeschaut und vor allem geplant wie es denn weiter gehen soll. Nach langem Diskutieren haben wir uns dann doch auf den Süden Thailands geeinigt und uns die Insel Koh Tao heraus gesucht. Diese ist ein wahres Tauch und Schnorchel-Paradise.

Nach nun schon 3 Monaten rumreisen und nach 6 Wochen kalten regnerischen China, sind wir einfach reif für die Insel J und haben uns doch mal eine Woche „Urlaub“ verdient.
Heute, den 9ten, werden wir mit dem Nachtbus gen Süde fahren.


Koh Tao
Es ist einfach traumhaft hier. Nahezu weißer Sandstrand und Türkises Meer. Die Sonne scheint, es ist warm und die Leute sind freundlich. Just Paradise.
Koh Tao ist übersäht von Tauchschulen und Lehrern, und Leuten die Tauchen lernen wollen. Wo Thomas und ich jetzt auch dazu gehören. Wir haben uns entschieden einen Open Water Dive Course zu machen. Diese geht 4 Tage und im Anschluss haben wir eine Taucher Lizenz die unser Leben lang weltweit gültig ist.
Den ersten Tag haben wir theoretische Stunden absolviert und am 2ten Tag sind wir nach wiederholter Theorie ins Wasser. Dort gab es einige Unterwasser Übungen, damit wir uns an das Equipment und das Wasser gewöhnen. Es wurde geübt wie man sich in Notfallsituationen verhält und wie man mit dem Geräten umgeht. Nach bestandener Übung haben wir einen 30 minütigen ersten Tauchgang gehabt. Wir sind bis 7 Meter tief gegangen und haben uns von der Unterwasser Welt faszinieren lassen. Es ist ein eigenartiges Gefühl so lange unter Wasser zu bleiben und atmen zu können. Es macht riesen Spaß die Fische zu beobachten und sich die farbenfrohen Korallen anzuschauen. Der 3te Tag lief ähnlich ab wie der Zweite. Am Abend haben wir noch das PADI Open Water Exam gemacht und alle bestanden. Nun mussten wir  nur noch am vierten Tag auf 18 Meter Tiefe tauchen und drei kleine Übungen in 12m bestehen. Nach 2 weiteren 30 minütigen Tauchgängen waren wir offiziell Open Water Diver. Wir haben schon einige schöne Unterwasserlebewesen beobachten dürfen, wie zum Beispiel einen großen Kugelfisch oder einen Schwarm Barrakudas sowie Red Snapper. Ebenfalls sahen wir eine weiße Moräne und 3 Anemonenfische und noch vieles mehr.
Nun können Thomas und ich überall auf unserer weiteren Reise Tauchen gehen.

Morgen Vormittag haben wir noch einen Fun Dive und am Nachmittag geht es dann weiter nach Phuket.

Phuket
Von der größten Insel Thailands waren wir mehr oder weniger enttäuscht. Es ist eine einzige riesen Touristen Hochburg. Wir haben es dort nur 2 Nächte ausgehalten. Von daher gibt es von Phuket nicht viel zu berichten. Wir sind mit einem Roller rumgefahren und haben den größten Buddha Thailands angeschaut. Unser Fazit: Nie wieder Phuket J

Unser nächstes Reiseziel: Kao Lak.

Diese Stadt, an der Westküste gelegen, ist ein wahres Taucherparadies. In direkter Nähe liegen die wunderschönen Similan Inseln, welche zum Tauchen geradezu einladen. So haben wir uns direkt eine Agentur gesucht die Tauchausflüge anbietet. Nach langem hin und her, hat uns ein Angebot besonders zugesagt und am nächsten Morgen haben wir uns auf einem Boot wiedergefunden.
3 Tage Unterwasserwelt pur.
Wir waren auf einem wirklich süßen kleinen Bötchen mit weiteren 6 Tauchern. Insgesamt hatten wir 9 Tauchgänge, welche jedes Mal an einer anderen Stelle rundum die Inselkette der Similans waren.
Es waren sehr anstrengende Tage aber sie haben sich gelohnt.
Wir haben „Nemo gefunden“, giftige Kaiserfische beobachtet, sind mit einer Schildkröte geschwommen und haben Haie im Blick gehabt.
Um euch einen Einblick zu geben wie so ein Tag auf einem Tauchboot aussieht, hier kurz eine Beschreibung:
Um 6:30 wird aufgestanden. Nach kurzer Wachwerde-Phase und einem Kaffee, gibt es ein Briefing um alles für den ersten Tauchgang um 7Uhr zu besprechen. Dann Wetsuit an, Ausrüstung auf den Rücken geschnallt und mit seinem Buddy einen Check durchführen, damit auch alles seine Richtigkeit hat. Und schon findet man sich im Wasser wieder. Wir sind immer in 5er Gruppen getaucht. Ein Instruktor und 4 Neulinge.
Je nach Tauchplatz ging es zwischen 18m-30m tief hinunter. Nach ca. 50 Minuten hatten man kaum noch Luft im Tank und musste leider wieder an die Oberfläche.

Nach dem ersten Tauchgang gab es ein wundervolles sehr nahrhaftes Frühstück, welches aus Pommes, gebratenem Speck, Eiern und Toast bestand. Zum Nachtisch bekamen wir auch noch gesundes Obst J
Danach konnten wir etwas Schlaf nachholen, welchem dem ein oder anderem während der schaukligen Nacht auf dem Boot verwehrt geblieben ist.

Während wir neue Kräfte gesammelt haben, ist das Boot weiter zu einem neuen Platz gefahren, wo unser nächster Tauchgang stattfinden sollte. Also hieß es wieder Treffen zum Briefing und rein in den Wetsuit. Um 11:30 ab ins Wasser und sich von den bunten Fischen und Korallen verzaubern lassen. Je nach Tauchstelle konnte man andere Fische entdecken und musste auch mal gegen Strömungen kämpfen.
60 Minuten später stand auch schon das Mittag auf dem Tisch, welches diesmal aus Reis und Thai Spezialitäten bestand.
Nachdem folgte ein ähnlicher Ablauf wie nach dem Frühstück. Man konnte sich ausruhen oder Sich sonnen, also einfach rumgammeln.
Um ca. 16Uhr ging es dann zum dritten Tauchgang. Wie immer selbe Prozedur. Briefing, Wetsuit, Ausrüstung und Buddy-Check.
Und auch nach diesem Unterwasser Erlebnis gab es etwas zu Essen J

An einem Abend hatten wir dann sogar einen Night Dive. Dieser war sehr aufregen und neu für uns. Jeder bekam eine Taschenlampe und uns wurden ein paar neue Skills gezeigt. Dann ging es runter ins dunkle Meer. Es ist ein total anderes Gefühl als wenn man Tagsüber taucht. Alles ist um ein herum dunkel und gruselig.
So, jetzt aber genug vom Tauchen.

Nach Kao Lak sind wir in den nahe gelegenen Khao Sok National Park gefahren.

Khao Sok Nationalpark
Hier gibt es die größte Blüte der Welt aber während unseres Aufenthaltes hat sie leider nicht geblüht. Also sind wir nur ein bisschen durch den Jungle gewandert.
Wir waren auch nicht lange in dieser kleinen Stadt. Nach einer Nacht haben wir uns wieder auf den Weg in den Norden begeben.


Chang Mai
Nach 24 Stunden Bus und Zug fahren und 5h am Bahnhof Schlafen sind wir sehr spät und erschöpft in Chang Mai angekommen. Gottseidank haben wir schnell ein Hostel gefunden und konnten unseren fehlenden Schlaf nachholen. Die Stadt ist bekannt für ihre vielen Tempel und Mönche. Über 250 Tempelanlagen befinden sich im Zentrum und in den Randgebieten der Stadt. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit sich auf Wandertouren, Jungle Abenteuer oder Tier-Safaris mit Elefanten und Tigern zu begeben
Thomas hat sich in ein Jungle Adventure entschieden, wo er sich in 50 Meter Höhe durch den Wald und die Baumwipfel geschwungen, gehangelt oder abgeseilt hat.

Ich war währenddessen in einem Dorf der Langhals Frauen. In diesem Volk bekommen Mädchen im Alter von 7 Jahren Messingringe um den Hals gelegt. Nach und nach kommen immer mehr Ringe hinzu und der Letzte wird ihnen mit 35 Jahren angelegt. Am Ende wiegt der Halsschmuck über 4 Kilo und sie dürfen ihn nur einmal im Jahr, an ihrem Geburtstag, ablegen. Die Frauen tragen ebenfalls Ringe um die Waden und Unterarme. Ursprünglich diente der Schmuck als Schutz vor wilden Tieren aber heute machen es viele Frauen nur noch der Touristen wegen.
Nach 3 Tagen Chaing Mai haben wir uns entschieden, endlich nach Laos zu gehen.


Laos

Sorry ich war einfach zu faul um etwas über Laos zu schreiben.

Vielleicht hole ich es später nach.


Vietnam

Hanoi
Wir sind 8 Uhr morgens in Sam Neua (Laos) gestartet und in einen MiniBus gestiegen, welcher von außen schon etwas ecklig aussah und innen nach altem Fisch gestunken hat. Auf dem Dach sind Schweine in kleinen Käfigen mitgefahren, und Hinten im Bus Hühner in Körben J
Nach 14 Stunden Fahrt haben wir Hanoi in der Nacht erreicht. Gottseidank hatten wir vorher ein Hostel gebucht, so blieb uns das ewige Suchen erspart.

Ich habe mich sofort in die Stadt Hanoi verliebt. Es fühlt sich nicht an wie eine Großstadt. Es gibt viele kleine Straßen, noch mehr kleine Läden und ganz viele Mopeds J. Wenn man über die Straße will, dann läuft man einfach ganz langsam und am besten ohne zu gucken oder stehen zu bleiben. Die Motoradfahrer sind das gewöhnt und weichen dir automatisch aus. Es macht riesen Spaß einfach durch die Gassen zu schlumper und das wilde Treiben der Menschen zu beobachten und teil zu haben.
Thomas hatte sich sehr schnell dazu entschlossen alleine mit dem Fahrrad weiter zu reisen. So habe ich mich mit einer Freundin, die ich auch Laos kenne, getroffen und wir sind zusammen nach Cat Ba Island.
Cat Ba ist die größte Insel in der Halong Bucht. Hier kann man die wunderschöne Landschaft, mit den aus dem Wasser ragenden Karstbergen bewundern.
Wir haben uns für einen Tag einen Roller ausgeliehen und sind über die Insel gefahren. Wir besuchten eine Höhle, welche während des Krieges als Versteck benutz wurde. Bis zu 2000 Menschen haben über mehrere Jahre dort gelebt. Eine weitere Höhle haben wir mit Taschenlampen erkunden dürfen. Nur wir beide, in einer riesigen dunklen Höhle, kann einem schon Angst einjagen.

Sapa
In der Zeit, in der ich auf der Insel war, ist Thomas mit dem Rad in Richtung Sapa gefahren. Für die Strecke die ich mit dem Nachtbus 10 Stunden gebraucht habe, hat er 3 Tage benötigt. So haben wir uns in Sapa wiedergetroffen und zusammen die Berge mit tausenden Reisterrasse erkundet. Meine Freundin war immer noch dabei und wir haben sogar noch 2 Holländer aufgegabelt. Auf Busfahrten lernt man doch immer neue Leute kennen.

Sapa ist nicht wirklich groß, dafür sehr touristisch. Wir haben hier eine Wandertour durch die Berge und Reisfelder gemacht. Geführt wurden wir von Frauen des Hmong Volkes. (Siehe Bilder) Sie haben uns ihr Dorf und ihre Art zu leben gezeigt. Welche Arbeit sie Tag für Tag verrichten und ihre Kochkünste unter Beweis gestellt. Es war ein Sehr spannender und interessanter Tag.
Zurück in Hanoi
Mit dem Nachtbus von Sapa nach Hanoi.
Als wir früh um 5Uhr in Hanoi ankamen und ich mein Rucksack aus dem Gepäckraum holen wollte, musste ich feststellen das ER weg war.

Wir suchten alles ab, doch er war verschwunden. Ich bin ein bisschen panisch geworden (eigentlich bin ich total ausgeflippt) und konnte nicht glauben das man mir den Rucksack klaut. Wir diskutierten mit dem Busfahrer und haben gedroht die Polizei zu rufen. Nach langem hin und her sind wir mit dem Bus zum Depot der Agentur gefahren um dort alles vor Ort zu klären und mit der Polizei zu reden. Auf dem Weg dorthin haben wir an einer Tankstelle angehalten. Und plötzlich, aus dem Nichts kommt ein Auto angefahren und hat mein Rucksack im Kofferraum. Surprise!!!
Angeblich war es nur eine Verwechslung der Gepäckstücke. Obwohl der andere Rucksack viel kleiner war und hatte eine ganz andere Farbe hatte. In dem Moment war ich einfach nur glücklich das MEIN heiß geliebter Rucksack wieder da war. Auf den ersten Blick wurde auch nichts geöffnet oder an den Schlössern herumgefuscht. Mir ist erst im Hostel aufgefallen, dass ein Tuch aus einer kleinen Tasche gefehlt hat. Und ich frage mich immer noch, warum man versucht meinen Rucksack zu klauen und ihn doch wieder zurück bringt und dann ein Tuch rausklaut. Aber egal, mir blieb einiger Ärger erspart und ich werde jetzt viel besser auf meine Habseligkeiten aufpassen.
Thomas und ich haben uns jetzt endgültig getrennt und wir werden uns erst am 21ten Juni in Sydney wieder treffen.

Er ist mit dem Fahrrad auf nach Ninh Bin und ich nehme den Nachtbus nach Hue.



Hue
Stink langweilige Stadt. Ich war dort nur eine Nacht. Am Tag meiner Ankunft habe ich mir die Zitadelle von Hue angeschaut. In ihr befindet sich eine kleine Verbotene Stadt. Die ähnlich zu der verbotenen Stadt in Peking sein soll und mindestens genauso schön. Und da ich nun bei beiden war, kann ich mit ruhigem Gewissen sagen… STINK LANGWEILIG J
Hoian
Hier habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt. Schönes kleines altes verschlafenes Städtchen. Zwar viele Touristen aber trotzdem ruhig. Hoian ist auch berühmt für seine Schneider. Viele Reisende lassen sich hier kofferweise Anzüge, Hemden oder auch Schuhe maßschneidern. Bei mir hat das Geld und der Platz im Rucksack leider nur für einen Blazer gereicht.
In unserem Hotel gab es von 6:30 bis 7:30 Cocktails um sonst. Dementsprechend waren zu dieser Zeit immer Alle am Pool und haben beisammen gesessen. Später sind wir entweder zusammen essen gewesen oder auch mal feiern gegangen. War eine lustige Zeit und sehr Multikulturell J
Die Stadt selber wird von einem Fluss durchzogen, an dessen Ufer befinden sich viele Restaurants, Cafés und Märkte. Ich habe mir für ein paar Tage ein Fahrrad geliehen und bin gemütlich durch die Stadt geradelt. Ca. 4 km von unserem Hotel entfernt, liegt auch der Strand. Dort habe ich mich ebenfalls länger und öfter aufgehalten J Als dann das Wetter etwas schlechter wurde, bin ich mit dem Bus weiter in die nächste Stadt.
Saigon
Saigon ist die größte Stadt in Vietnam und ganz anders als Hanoi, welches die Hauptstadt ist.
Ich habe hier 4 Tage verbracht und mir viele Museen angesehen. Unteranderem auch das Kriegs Museum über den Vietnam Krieg und dessen Folgen. Es war sehr beeindruckend und ergreifend.

Ich habe einige Leute zufällig wiedergetroffen, die ich aus anderen Städten zuvor schon kannte. So war ich nie alleine und wir haben fast alles zusammen gemacht. Das Backpacker Viertel in Saigon ist auch sehr belebt und es gibt viele Möglichkeiten auszugehen. So verwandeln sich ab ca. 7 Uhr einige kleine Lebensmittel Läden in Straßen Kneipen. Sie stellen kleine Plastikstühle und -tische vor ihren Shop und verkaufen Bier für nur 40 Euro-Cent. Da könnt ihr euch vorstellen wie belebt die Straßen sind und wie viele Leute man dort vorfindet. Alle 5 Minuten kommt ein Straßenhändler vorbei gelaufen und will einem Bücher, Feuerzeuge oder Essen verkaufen.

An meinem letzten Abend habe ich nochmal mein vietnamesisches Lieblingsessen gegessen. Phò – das ist eine Reisnudel Suppe mit Gemüse und wirklich lecker. Sie ist total simpel zubereitet und man ist sie mit Stäbchen J

Nach einem langen lustigen Partyreichen letzten Abend, habe ich mich am nächsten Morgen, leider etwas zu spät, aus dem Bett gequält. In Eile bin ich zu meinem Bus gesprintet der mich nach Kambodscha fahren sollte und hab ihn gottseidank noch erwischt.



KAMBODSCHA

Phnom Penh
Die Hauptstadt von Kambodscha. Ich bleibe hier auch nicht sehr lange. Morgen geht es schon weiter nach Siem Riep. In Phnom Penh sollte man sich nur unbedingt einen Tag Zeit nehmen um sich mit tragischen Vergangenheit dieses Landes zu beschäftigen.
Im Jahre 1975 kam die kommunistische Partei „Roten Khmer“ an die Macht mit dem Anführer Pol Pots. Das neue Regime zerschlug die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, um die Voraussetzungen für eine vorgeblich uniforme und egalitäre Gesellschaft nach maoistischem Muster zu schaffen. Die westliche Welt hat dieses rigorose Regime bald als "Steinzeit-Kommunismus" bezeichnet. Phnom Penh wurde innerhalb von 24 Stunden nahezu komplett entvölkert. Hunger und Krankheiten rafften große Teile der Bevölkerung dahin. Man zwang die Menschen aus den Städten aufs Land, um Kooperativen für Reisanbau zu bilden. Insgesamt forderte die Regierung Pol Pots zwischen 1,4 und 2,2 Millionen Opfer, vor allem Beamte, Intellektuelle und buddhistische Mönche, die in etwa 100 Vernichtungslagern gefoltert und hingerichtet wurden. Es hat oft ausreichte, lesen zu können, eine Fremdsprache zu sprechen oder eine Brille zu tragen. Einfache Bürger starben auf dem Land an Entkräftung und Krankheiten als Folge der harten Märsche und Arbeit. Gefangenen wurden auf entsprechenden Killing Fields grausam hingerichtet und in Massengräber verscharrt.
Die bekannteste Stätte der Killing Fields befindet sich in Choeung Ek, in der Nähe von Phnom Penh, auf der bis zu 17.000 Menschen umgebracht wurden. Besonders einprägend dabei sind die Bilder tausender Totenschädel und anderer menschlicher Überreste, welche die Felder Kambodschas übersäten. Die Totenschädel werden heute zum Teil in einem Stupa aufbewahrt, der zum Gedächtnis an die Toten auf dem Gelände in Choeung Ek errichtet wurde.
Um Munition zu sparen, wurden die Todgeweihten in diesem Exekutionszentrum nicht erschossen, sondern mit Eisenstangen, Äxten oder ähnlichem erschlagen. Kinder wurden gegen Bäume geschlagen, bis sie tot waren. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt, die auch heute noch deutlich sichtbar auf dem Gelände vorhanden sind.
Da teilweise mehr Leute pro Tag ankamen, als getötet werden konnten, wurden die Leute in einem „Warteraum“ eingesperrt. Damit die auf ihren Tod wartenden Leute die Schreie der Sterbenden nicht hören konnten, wurde die Anlage mit Musik beschallt.
Der größte Teil der ermordeten Menschen stammt vermutlich aus dem Gefängnis Tuol-Sleng in Phnom Penh, das als Folter- und Verhörzentrum diente. Davor war es ein Gymnasium, heute ist es ein Museum. Auf dem Gelände des Museums sitz, seit vielen Jahren, jeden Tag Einer der wenigen Überlebenden und verkauft seine tragische Geschichte in Buchform. Die Vorstellung, jeden Tag an dem Ort zu sein wo man gefoltert wurde, daran erinnert zu werden, was man hier erlebt hat, hat mich sehr berührt.


Siem Reap

Angkor Temple– Stadt aus alten Sandsteintempeln. Es ist der größter Tempelkomplex der Welt und das national Symbol der Khmerkultur.

Um die Anlage zu besichten, haben wir uns ein TukTuk für einen Tag gemietet und sind mit diesem von einem Temple zu anderen gefahren. Das war ein sehr heißer und anstrengender Tag.

In Siem Reap gibt es auch sehr viele Touristen und dementsprechend auch genauso viele Bars und Restaurants. Aus gegangen sind wir nicht, weil wir jedes Mal am Abend erschöpft waren. Aber wir haben einmal die Chance genutz und cambodisches BBQ probiert. Es gab Froschschenken, Fisch, Krokodil und Schlange zum selber braten auf einem kleinen Tischgrill.



Sihanoukville

Diese Stadt ist eine einzige Party. Am Strand reiht sich eine Bar nach der anderen. Da ich aber mal ein paar Tage ausspannend wollte, bin ich an einen kleinen Strand, namens Otres Beach, geflüchtet. Hier war es ruhig und zum relaxen perfekt geeignet. Ich habe mir ein kleines Zimmer gemietet mit Blick aufs Meer und abends zum Einschlafen gab es Wellenrauschen J

So habe ich gute 12 Tage dort rumgegammelt und ein gutes Buch gelesen. Auch habe ich mir in der Zeit 3 Massagen gegönnt J und eine Pedicure.

Die Sonnenuntergänge an dem Strand waren einfach wunderschön und wenn man Nachts im Meer baden war, konnte man eine faszinierende Naturschauspiel beobachten.

Es nennt sich Meeresleuchten(Biolumineszens)und es wird von Microorganismen im Wasser erzeugt. Wenn man nun im Meer schwimmt, werden diese kleinen Tierchen bewegt oder berührt und sie fangen an zu Leuchten. Man fühlt sich als würde man in den Sternen schweben oder von ganz viele Glühwürmchen umzingelt sein.

Relativ zum Schluss habe ich dann einige Leute kennen gelernt und an einem Abend hat der Besitzer des Guesthouses in dem wir alle gewohnt haben, uns Hund serviert. Wir wussten es aber vorher und haben es so bewusst gegessen. Ich muss sagen es hat echt lecker geschmeckt. Später haben wir dann noch das „Khmer Neujahrsfest“ gefeier, wo wir alle mit weißem Puder beschmiert wurden.

Kampot

Kampot ist eine süße kleine Stadt mit alten Kolonial Häusern. Hier macht es am meisten Spaß die Straßen mit dem Fahrrad zu erkunden.
Von dort aus ging es dann auch schon zurück nach Bangkok.
 
Thailand 2

Zurück in Bangkok. Ich habe ewig gebraucht um meine Unterkunft zu finden. Die Beschreibung auf Hostelbookers war leider etwas falsch und so bin ich drei Mal an dem Haus vorbeigelaufen ohne es zu merken. Ich muss dazu sagen, dass es schon 11Uhr abends war und ich 12 Stunden Busfahrt hinter mir hatte.
Ein paar Tage später habe ich mit dem Besitzer gewettet, dass sein Hostel auf der Karte von Hostelbookers falsch angezeigt wird. Er wollte mir nicht glauben und so habe ich eine Nacht für Free gewonnen J Ich spar eben überall wo es geht.

Da ich in einem 10er Dorm geschlafen habe, findet man immer schnell neue Freunde und man ist ja nie alleine. Meine letzten Tage in Bangkok habe ich dann immer mit diesen Leuten verbracht. Es sind leider welche früher gegangen aber dafür sind auch neue gekommen.

An einem Abend waren wir in einer Sky Bar. Es gibt eine ganz berühmte, welche in dem Film Hangover 2 als Kulisse gedient hat. In dieser waren wir leider nicht J
Wir waren in einer etwas billigeren aber der Effekt war der Gleiche. Wir hatten einen wunderschönen Panoramablick von Bangkok by Night. Da diese Bar zu einer gehobenen Preisklasse gehörte, galt ein Dress Code. Keine Shorts und keine Flip Flops. Und ihr dürft mal raten was wir anhatten J
Ist ja aber nicht so dass die Bar darauf nicht vorbereitet wäre. So haben wir am Eingang jeder passende Schuhe bekommen und wir Frauen einen Wickelrock und die Herren eine Stoffhose zum Überziehen. Wir haben uns schon etwas geschämt als wir die Stufen zur Bar hoch sind aber nachdem wir gesehen haben dass wir nicht die Einzigen in diesem Outfit waren mussten wir lachen.

Am nächsten Tag haben wir die Fähre zu einem Tempel im Stadtteil Chinatown genommen. Für mich sehen inzwischen alle Tempel gleich auch J
Aber Wat Po war schon sehr beeindruckend. Dort gibt es einen riesigen liegenden Buddha (Siehe Bilder)und die Tempel sind mit vielen bunten Mosaiken verziert.

An meinem vorletzten Tag war ich auf dem größten Weekendmarket noch einmal schön billig einkaufen bevor ich in das teure Australien fliege.

Ja und dann war auch schon der 29te April und mein Flieger ging nach Sydney.