Cochin 01.11.2011 - Neu Delhi 27.12.2011
03.11.11
Endlich angekommen
So, die 12h Flug haben wir problemlos überstanden.
Die Taxifahrt vom Flughafen bis zum Hostel war schon ein reines Abenteuer.
In einer Stunde Autofahrt, haben wir schon einige erste Eindrücke sammeln dürfen. Von lauten Geräuschen, komischen Gerüchen, große bunte Werbetafeln über Elefanten, Kühen, Ziegen bis hin zu einem Rabe der einer toten Babykatze das Auge rauspickt.
Ansonsten ist es sehr warm und wirklich verdammt schwül.
Unsere erst Errungenschaft ist ein Moskitospray. Was aber nicht wirklich geholfen hat, denn ich (Steffi) habe bereits 5 Stiche nur an einem Bein :)
Unser Hostel ist echt super. Sehr klein aber sauber und die Leute sind wirklich nett und hilfsbereit.
Wir werden bis Sonntag erst mal hier in Cochin bleiben und dann weiter in die nächste Stadt fahren.
Wo unsere Reise genau
hingeht haben wir noch nicht entschieden.
Aber höchstwahrscheinlich mit dem Zug nach Bangalore und von dort weiter nach Goa.
So erst mal genug für heute.
Hier ist es nämlich schon 11:30.
Thomas hat sich nach unserem tollen Frühstück wieder ins Bett gelegt, weil er immer noch so kaputt von der Reise ist.
(hAhA Wird schon noch rausstellen wer hier das wirkliche "Mädchen" von uns ist)
Ich werde ihn jetzt endlich mal dazu bewegen aufzustehen, damit wir uns die Stadt anschauen gehen.
Aber höchstwahrscheinlich mit dem Zug nach Bangalore und von dort weiter nach Goa.
So erst mal genug für heute.
Hier ist es nämlich schon 11:30.
Thomas hat sich nach unserem tollen Frühstück wieder ins Bett gelegt, weil er immer noch so kaputt von der Reise ist.
(hAhA Wird schon noch rausstellen wer hier das wirkliche "Mädchen" von uns ist)
Ich werde ihn jetzt endlich mal dazu bewegen aufzustehen, damit wir uns die Stadt anschauen gehen.
04.11.11
Gestern haben wir uns dann
doch noch Fort Cochin angeschaut.
Zunächst
sind wir am Strand entlang gelaufen bis zu den chinesischen Fischernetzen..
Weiter zum Dutch Palace und
zum Jüdischen Viertel.
Viel mehr gibt es hier auch
nicht wirklich zu sehen. Aber es ist eine sehr schöne, im Vergleich zu anderen
Städten, ruhige Ecke.
Da wir hier ja nicht selber
kochen können, gehen wir jeden Tag essen.
Es gibt in Cochin so viele gute
Restaurants das wir vor Angeboten gar nicht wissen wohin.
Gestern Mittag waren wir zum
Beispiel in einem Restaurant, wo auch die Einheimischen in ihrer Pause essen
gehen. Wir haben für 2 große Gerichte und eine Flasche Wasser nur 100 Rupien
bezahlt. Das sind ca. 1,40€. Und es war sau lecker.
Das Essen hier ist einfach
nur so gut. Ich glaube das mit dem Abnehmen verschiebe ich erst einmal auf
China ;)
So zu Heute:
Morgens ging es mit dem Bus
zu einer Backwater Tour. Backwater sind viele kleine Flüsse im Landesinneren.
Die Tour war leider etwas langweilig, weil sie einfach zu lange ging und man
sich die ganze Zeit über eigentlich das selbe angeschaut hat. Aber egal, muss
man eben mal gesehen haben. Mir (Thomas) hat es aber gefallen, immer dieses
Rumgenörgel von den Deutschen... :P
05.11.11
Heute waren wir endlich mal
an einem Badestrand.
An dem Tag, haben leider
auch noch alle Fahrer von öffentlichen Verkehrsmitteln gestreikt, da die
Spritpreise eben mal verdoppelt wurden.
Wir haben etwas gebraucht
bis wir vorwärts kamen.
Als wir glücklicherweise
endlich mal ein TukTuk Fahren gefunden hatten, der uns fährt, wollte er auch
gleich unverschämt viel Geld dafür. Aber naja, 20km läuft man mal nicht einfach
so. :)
Endlich am Strand
angekommen, war dieser total leer und ruhig.
Leider ist es ja in Indien
nicht gerne gesehen, wenn Frauen etwas freizügiger gekleidet sind.
Dementsprechend habe ich
mich auch nur in "langen Sachen" an den Strand gelegt.
Thomas hingegen hat sich
freudig in den hohen Wellen vergnügt.
Als sich dann später unsere
blonden polnischen Nachbarinnen im Bikini zeigten, waren nach wenigen Minuten
ungefähr 30 indische Gaffer da, die "unauffällig" Fotos von Ihnen
machten.
Aber dem Mädels und auch
ihren Freunden schien es nicht sonderlich gestört zu haben.
Ich war nur froh, dass ich
mich doch dazu entschieden hatte, meine Sachen anzubehalten.
Am Abend haben wir dann
einen Deutschen in unserem Hostel kennen gelernt.
Mit ihm sind wir Essen
gewesen und danach doch was trinken.
Wir haben unser erstes Bier
getrunken. Kingfischer Beer hat 6 Umdrehung und gibt es in 650ml Flaschen.
06.11.11
Wir haben Cochin verlassen
und sind mit dem Bus nach Munnar gefahren.
Diese Fahrt hat ca. 5h
gedauert und uns ungefähr 3 Euro gekostet.
In den Bussen gibt es extra
Sitzreihen, die für Frauen freigehalten werden. Demnach saß ich neben 3 andern
Frauen wo jede noch ihr Kind auf dem Schoss hatte.
Der Bus ist in den Bergen
sehr schnell die Serpentin hoch gefahren. Ein Kind musste sich übergeben und
danach die Mutter ebenfalls und ich saß daneben...
Nach einer anstrengenden
Busfahrt waren wir dann endlich in Munnar.
Das ist eine kleine Tee -
Stadt in den Bergen von Kerala.
Hier haben wir ein kleines
billiges Hostel gefunden.
07.11.11
Trekking Tour in Munnar
Um 06:30 in der Früh ging es
los in die Teeplantagen und Bergen von Kerala.
Der Weg war sehr ruhig und
grün :) und es war mal schön kein Gehupe und keine Abgase zu haben.
Der
Guide hat uns einiges über den Tee Anbau, die Arbeiter und die Geschichte des
Ortes erzählt.
Nach ca. 3 1/2 h Laufen,
kamen wir an der Spitze von einem 2100m Berg an. Die Aussicht war atemberaubend
schön. On Top hatten wir dann eine Stunde Pause um zu frühstücken, uns aus zu
ruhen und Fotos zumachen. Es war eine wirklich tolle Tour.
Ich habe nur die
Halbtags-Tour gemacht und bin deswegen schon wieder im Hostel.
Thomas wollte natürlich die
Ganztages-Tour machen. Ich bin mal gespannt was er erzählt wenn er wiederkommt.
Nachdem Steffi weg war, ging
die Tour erst richtig los... Wir konnten Affen beobachten die sich von Ast zu
Ast schwingen. Ich wurde von einem Blutegel "besprungen" konnte
diesen aber mit Hilfe eines Feuerzeuges von meinem Bein brennen (soll noch mal
einer sagen das die Dokumentationen auf DMAX sinnlos wären). Danach sind wir in
ein Regenschauer gekommen und was vorher noch ein schmaler Trampel Weg war,
entwickelte sich in wenigen Minuten in einen reißenden Bach. Die komplette
Gruppe war komplett nass. Bis auf Steffi die in dieser Zeit ein Nickerchen
machte und fleißig Blog geschrieben hat.
Morgen müssen wir aus dem
Hostel raus. Mal sehen wo es uns dann hin verschlägt.
Aber höchstwahrscheinlich
werden wir zurück nach Cochin fahren.
Denn um von hier aus nach Bangalore
zu kommen müsste man 13h Bus fahren und das wollen wir uns einfach nicht
antuen. Die 5h von Cochin nach Munnar waren schon genug.
Von Cochin wollen wir dann
endlich mal Richtung Norden nach Goa.
Es fährt hier regelmäßig ein
Zug.
08.11.11
Von Fort Cochin ging es dann
mit dem Zug nach Kannur. Nach 5h sind wir ca. 7Uhr angekommen.
Da wir vorher kein Hostel
gebucht hatten musste wir uns Vorort eines suchen.
Dass das aber noch ein
Problem werden würde, hätten wir nicht gedacht. Wir sind von einer Absteige zur
Nächsten gelaufen und haben gesucht und gesucht. Eine schlimmer als die anderen.
In dem ersten Hostel, das von Lonely Planet empfohlen wurde, sind wir gleich
Rückwärts wieder raus.
Dort waren riesen Kakerlaken,
dreckige Bettwäsche, ein total versifftes Bad und es war eine reine Baustelle.
Bis wir eines gefunden
hatten, sind gute 2h vergangen. Haben die Nacht aber ohne Probleme überstanden.
Ich hatte die Nacht nur Verfolgungswahn von kleinen Krabbeltierchen :)
09.11.11
Mag sein das Kannur eine
schöne Stadt ist, aber das was wir gesehen haben, war einfach nur laut, dreckig
und nervig (freu mich schon auf die richtig großen Städte wie Mumbai und Delhi).
Aber es gab eine Ausnahme:
Da unser Zug nach Goa erst abends
ging hatten wir noch den ganzen Nachmittag Zeit. Wir haben uns ein Tuktuk
genommen und sind an einen einsamen Strand gefahren (danke Lonley Planet). Es
war unglaublich. Wir waren ganz alleine am Strand und es war völlig ruhig. Man
hätte auch dort ein Zimmer nehmen können, doch dies hätte unser Budget
gesprengt (wobei es für deutsche Verhältnisse und bei der Aussicht aufs Meer
trotzdem günstig gewesen wäre).
Auf nach Goa:
Normalerweise sollte man ein
Zugticket mehrere Wochen vorher reservieren, vor allem wenn man in den besseren
Klassen fahren möchte. Aber es gibt meistens immer noch Plätze in den billigen
Kategorien (zur Erklärung: Man unterscheidet zwischen: 1AC, 2AC, 3AC, Chair
Class, Sleeper Class und 2. Klasse). Wir haben nur einen Platz in der 2. Klasse
bekommen. Allerdings kann man im Zug die Fahrkarte aufwerten lassen. Es war
aber alles voll (reserviert). Wir haben uns trotzdem in die Sleeper Class
gesetzt und auf unser Glück gehofft (schließlich habe ich (Thomas) ja auch 4
Glückspfennige mit auf die Reise bekommen, danke O&O ;-) ).
Die Sleeper Class muss man
sich folgender maßen vorstellen, man sitzt auf einer Bank mit jeweils 3 Leuten
und gegenüber sitzen ebenfalls 3 Leute. Das Abteil ist ungefähr 2m breit und 3m
hoch. Später kann man Liegen ausklappen welche an der Wand befestigt sind. Man
schläft sozusagen in einem Raum wo jeweils 3 liegen übereinander und gegenüber
sind und die Fenster sind mit Gittern geschützt und haben keine Scheiben (es
hat ein bisschen was vom Knast, nur das im Verhältnis zu Deutschen Gefängnissen
jeder nur einen Bruchteil an Platz hat) Trotzdem war es sehr angenehm und man
kommt sehr schnell mit Einheimischen in Kontakt. Ein weiterer Vorteil ist das
ungefähr aller 20min ein Angestellter vorbei kommt der einem was zu Essen oder
Trinken anbietet was sehr cool und vor allem lecker ist.
Und siehe da wir hatten
Glück, obwohl unsere Plätze reserviert waren sind die Jenigen nicht erschienen
und wir konnten liegen bleiben.
Wir sind nach einer 7h
Zugfahrt 01:30 AM in Margoa angekommen und haben uns schnell ein Hostel gesucht
(wieder mal eine kleine Absteige aber war ja nur für ein paar Stunden).
Am nächsten Morgen haben wir
ein Pre Paid Taxi nach Anjuna genommen.
Und wir sind jetzt endlich
im "wirklichen" Goa angekommen.
Gerade relaxen wir in einem
Restaurant das sich "German Bakery" nennt :)
Dank Lonely Planet haben wir
eine sehr schön Unterkunft gefunden. Sie heißt "Paradise".
So wie es aussieht bleiben
wir jetzt 2 Wochen in Anjuna, Goa. Hier gibt es leider sehr viele Touristen
aber dafür ist ja Goa generell bekannt.
17.11.2011
Wir sind jetzt seit einer Woche in Goa und wir müssen sagen, das
Goa eigentlich kein richtiges Indien ist. Viel mehr Touristen, andere
Mentalitäten und viel viel freizügiger und lockerer.
Wir nutzen die Zeit nochmal um zu relaxen und am Strand rum zu
liegen.
Ansonsten passiert bei uns gerade nicht viel Spannendes.
Manchmal leihen wir uns einen Roller aus und fahren mal in den
Norden oder Süden Goas. Oder gehen auf Märkte und stürzen uns in die
Menschenmassen.
27.11.11
In den letzten Tagen inAnjuna hatte ich (Thomas) das
Vergnügen mich öfters mit einem Einheimischen zu treffen und über verschiede
Dinge zu reden. Unter anderem hat er mir erzählt, dass er erst vor kurzem
Geheiratet hat und seine Frau nicht wie früher schon als kleines Kind
versprochen wurde. Sondern er sie über eine Art Heiratsagentur gefunden hat.
Das läuft ungefähr so ab, dass man zu dieser Agentur geht und sagt das man
heiraten möchte, daraufhin wurden Frauen gesucht die ebenfalls heiraten
möchten. Dann wurde ein Treffen zwischen ihnen arrangiert. Aber glaubt nicht
dass Sie sich alleine treffen durften. Es waren ungefähr noch 10 andere Leute
mit anwesend und haben „Gespräch“ verfolgt. Wobei mein Kollege so schüchtern
war, dass seine Mutter für Ihn die Fragen gestellt hat. Letztendlich konnte man
sich einigen und die Hochzeit wurde arrangiert ohne das beide jemals alleine
miteinander gesprochen haben, geschweige denn Zärtlichkeiten austauschen
konnten. Jedoch ist dies nur ein Beispiel, mittlerweile ist selbst dieser Weg verhältnismäßig
altmodisch aber immer noch aktuell, vor allem in Dörfern und abgelegenen Orten.
In größeren Städten läuft das Spiel ansonsten wie auch bei uns in Deutschland
ab J
Eine andere nette Geschichte war die von seinem
Cousin, der die Ausbildung zum Lehrer beendet hat und nun arbeiten möchte.
Jedoch läuft selbst dies nicht ganz so einfach ab wie in Deutschland. Wenn man
in Deutschland mit etwas Glück eine Einmalzahlung vom künftigen Arbeitgeber
erhalten kann um das Angebot zu versüßen. Muss man in Indien wenn man Pech hat
dafür Zahlen das man Angestellt wird. Bei seinem Cousin lief das so ab das er
1000000 Rs (ungefähr 15000 Euro)als Einmalzahlung vorschießen durfte um dann zu
Arbeiten. Also liebe Leser die fleißig arbeiten gehen, seit froh das ihr nicht
noch zahlen dürft für eure Arbeit ;-)
Nach 14 Tagen in Anjuna, im Norden von Goa, wurde es uns dort
langsam zu langweilig und da wir ja noch sooo viel Zeit haben, haben wir noch
mal einen Ortswechsel gemacht.
Wir sind jetzt im Süden von Goa in Palolem.
Gerade sitze ich auf der Terrasse unserer süßen kleinen
Strandhütte und Blicke aufs Meer hinaus.
Es ist wirklich eine sehr sehr kleine Hütte und sie besteht aus
Spanplatten, die sich durch die Feuchtigkeit ganz arg verzogen haben und es so
etwas schräg wirkt. Aber es kostet uns nur 5 € zusammen und wir haben
Meeresrauschen als Einschlafmusik.
Palolem ist ein wenig ruhiger als Anjuna aber es sind genauso
viele Touristen hier, nur gottseidank weniger Russen J
Wir haben per Zufall einige Freunde wiedergetroffen, welche wir
schon in Munnar (Teeplantagen) kennengelernt hatten. Aber leider reisen die
beiden Mädels aus Schweden heute weiter.
Ebenfalls ist uns ein weitere Freund (aus SaalfeldJ), den wir in Anjuna trafen,
wieder über den Weg gelaufen.
Mit all den Leuten saßen wir vorgestern am Strand und hatten
eine gemütliche Plauderrunde. Später kamen noch eine Österreicherin und ein
Belgier hinzu.
Wir hatten ein wunderbares Abendessen. Man konnte sich seinen
Fisch selber aussuchen und dieser wurde dann für einen nach Wunsch zubereitet.
Wir hatten Tunfisch und Calamari. (siehe Fotos)
Gestern sind wir ganz früh aufgestanden um um 7 Uhr mit dem
Kajak rauszufahren und um Delfine zu beobachten. Jedoch hat sich der Start im
Wasser etwas schwieriger gestaltet. Wir sind zweimal gekentert wobei eine gut
RayBan Sonnenbrille über Bord ging und nicht wieder auftauchen wollte aber wir
hatten Glück und haben wirklich welche zu Gesicht bekommen, also Delfine.
Den restlichen Tag haben wir mal wieder am Strand rumgegammelt, waren Bodyboarden
und haben mit anderen Leuten Volleyball gespielt. Naja und ich (Thomas) habe
versucht die deutsche Fußball Ehre hoch zu halten, in einem erbitterten Match
gegen zwei Norweger die mir und meinem englischen Kollegen überlegen waren.
Haben wir nicht nur das Spiel verloren…
Abends waren wir dann mit einer größeren Gruppe
unterwegs zu einer „Silent Headphone Party“. Der Weg dorthin war schon richtig
gut, wir mussten durchs Meer laufen und über einen Berg klettern um an die
Stelle zu kommen wo das Ereigniss stattfand. Das Konzept ist sehr simpel auch
zugleich genial wie alle fanden. Man bekommt am Eingang Kopfhören und kann
zwischen 3 verschiedenen Kanälen wählen, wobei der jeweilige Kanal durch
unterschiedliche Farben an den Kopfhörern angezeigt wird. Das heißt, das
irgendwie jeder ein bisschen anders tanzt, z.B. einer zu Hiphop, andere zu
Techno und wieder andere zu Rock. Das witzige ist wenn man die Kopfhörer
abnimmt und die anderen mitsingen hört und sonst aber keine Musik mehr da ist.
So ist es einfacher sich mit Leuten zu unterhalten oder sie,
wenn man sie nicht mag, zu ignorieren. „Just put your headphones on“ J
Ihr könnt euch das Gefühl nicht vorstellen. Es ist wirklich toll
wenn man einfach nur in der Masse steht und die Kopfhörer absetzt und die
andern Leute beobachtet wie sie alle verschieden tanzen.
Wir haben bis Früh um 5 Uhr getanzt. War eine der besten Partys
wo ich (Steffi) je war.
06.12.11
Die Tage in Palolem haben wir damit verbracht, verschiedene
Strände zu besuchen.
Zusammen mit den beiden Norwegern (2 Jungs) haben wir Roller
ausgeliehen und sind ein bisschen durch die schöne Gegend gefahren. Wir haben
vorher von einem Belgier der schon sehr lange nach Goa kommt, ein paar gute
Tipps bekommen welche Orte wir uns unbedingt anschauen sollten.
So sind wir am wunderschönen Turtle Beach gelandet. Ein fast
einsamer Strand an dem es noch keine Hostels oder große Hotels gibt, nur 3
kleine Restaurants. Dort haben wir gleich 2 Tage hinter einander verbracht. In
dem einen Restaurant gab es lecker Austern und köstliche Krabben, natürlich
alles Frisch gefangen. 6 frische Austern haben gerademal 80 Ruppien gekostet,
das sind ca. 1,2€. Für 8 große Krabben lag der Preis etwas höher, bei 1200
Ruppien (20€), was ja im Vergleich zu Europa immer noch sehr billig ist J
Wir haben dann noch 2 weitere Norweger (Pärchen) kennen gelernt,
so dass wir dann schon 6 Leute waren die immer etwas zusammen unternommen
haben.
Unseren vorletzten Tag waren wir dann nochmals an einem anderen
Strand, der auch etwas ruhiger war. Als wir dort ankamen lag ein Toter Delfin
am Strand L (Thomas
war ja der Meinung das er sich nur ausruhen wollte und ein bisschen die Sonne
genießen wollte J ). Es wusste leider keiner warum oder an was er
gestorben ist.
Den letzten Abend in Palolem haben wir ein mit alle nochmal
richtig gefeiert und waren lecker essen, Cocktails trinken und im Anschluss
noch auf einer Headphone Party. War ein sehr gelungener Abschied.
Die beiden norwegischen Jungs haben dann entschieden mit uns
weiter zu reisen.
So haben wir Goa verlassen und sind mit dem Nachtbus nach Hampi
gefahren. Hampi ist eine sehr historische Stadt in Indien mit vielen Tempeln
und Ruinen.
Im Bus (Sleeper Bus) hatten wir unser eigenes Bett,
was zum Anfang noch sehr bequem war, hat sich später als Irrtum heraus
gestellt. Durch die teilweise nicht so guten Straßen wurden wir ganz schön
durch geschüttelt. Manchmal sind wir einige cm nach oben geflogen.
Als wir dann am Morgen in Hampi angekommen sind,
wurden wir erst mal von einer Menschenmenge begrüßt die uns diverse Karten,
Touren und Tuktuk Fahrten verkaufen wollte. Sie sind auf dem Bus gestiegen und
haben uns schon im Bus versucht an zu werben bzw. sind durch die Fenster in den
Bus rein gekrochen.
Ach, als Steffi den Bus verlassen wollte, hat Sie
festgestellt dass Ihre Schuhe geklaut wurden J und das
waren meine Besten. Da ich ja leider
meine guten Wanderschuhe Zuhause vergessen hatte, blieben mir nur noch die
Wandersandalen und genau diese wurden mir jetzt gestohlen. Nun bin ich nur noch
in Besitz roter Vita Cola Flip Flops und halb kaputten Ballerinas J
Als wir den Ansturm überstanden hatten, sind wir auf
die Suche nach einem Hostel gegangen. Den restlichen Tag haben wir damit
verbracht uns die Gegend anzuschauen. Wir sind mit zwei Mopeds zu einem
Affentempel gefahren und als wir die gefühlten 1000 Stufen Hoch geklettert sind,
wurden wir mit einer schönen Aussicht und vielen Affen belohnt. Wir hatten ein
paar Bananen mitgenommen um die Affen zu füttern. Als uns dies aber ein
bisschen zu langweilig wurde, wollten wir die Intelligenz der Affen testen und
haben eine Banane in eine Plaste Flasche gesteckt. Ein Affe hatte sich die
Flasche auch sofort geschnappt und nachdem er diese erfolgreich gegen einen
anderen Affen verteidigt hatte, hat er sich ran gemacht diese zu öffnen. Als
jedoch nicht alle Stückchen herauswollten hat er einfach die Flasche zerbissen.
Am nächsten Morgen haben wir uns einen TukTuk Fahrer für den
ganzen Tag gemietet, der uns dann zu allen wichtigen Tempeln und Ruinen
gefahren hat.
Leider hatten wir nur 2 Nächte Zeit für Hampi und so sind wir mit
dem Nachtbus (14h) weiter nach Mumbai gefahren und auch die beiden Norweger
waren mit an Bord.
Nun wird für 2 Tage Mumbai erkundet.
14.12.11
Unsere ersten Befürchtungen von Mumbai blieben gottseidank aus.
So schlimm ist der Großstadttrubel garnicht wie immer alle sagen.
Da wir nicht so viel Zeit hatten haben wir nur einen kleinen
Ausflug mit dem Boot zu Elephant Island gemacht und uns dort die Hölen und
Buddah Staturen angeschaut. Danach waren wir noch am Gateway to India. Am Abend
hat man einen schönen Blick auf die bunt beleuchtete Strandpromenade.
Am 07.12.11 sind wir dann mit dem Flugzeug von Mumbai über Delhi
nach Amritsar geflogen.
Wie ihr ja wisst haben wir ja 2 Mitreisende aus Norwegen. Einer
der Beiden, Param, ist gebürtiger Inder. Er besucht in Indien ein Teil seiner
Familie und wurde zu mehreren Hochzeiten eingeladen.
Da wir jetzt schon so lange mit den beiden zusammen reisen, hat
er uns gefragt ob wir Lust haben mit zu seiner Familie und zu den Hochzeiten zu
kommen.
So hatten wir für 5 Tage die Möglichkeit an dem Leben der
Familie Dalhiwald teilzuhaben.
Die Mutter ist die Milch-Kontrolleurin des ganzen Dorfes. Jeder
Milchbauer bringt die Milch am Morgen zu ihr und sie prüft den Fettgehalt und
vergibt ebenfalls etwas Milch an die Schulen im Umkreis. Der Vater hat eine
kleine Apotheke im nächst gelegenen Dorf.
Die beiden haben zwei Kinder, ein siebenjähriges Mädchen namens
Harmanbreed und einen elfjährigen Sohn namens Mansumeet. Die beiden waren so
lieb und einfach nur goldig. Wir haben viel mit ihnen gespielt und rumgealbert.
Die Mutter hat mir gezeigt wie man indisch Kocht und Capathi
(Fladenbrodt)zubereitet und Thomas hat sie bei der Milchkontrolle unterstützt.
Sie hat ihm gezeigt wie sie vorgeht und welche Chemikalien sie verwendet.
Die Familie hat uns mit zu zwei indischen Hochzeiten genommen.
Für diesen Anlass gibt es in Indien eine extra Branche, welche
riesige Anwesen vermietet, wo dann alles für die Hochzeit organisiert ist.
Eine passende Dekoration, ein riesiges Buffet, Kellner die Essen
und Getränke verteilen, ein Unterhaltungsprogramm und Kameraleute die das ganze
Spektakel filmen.
Es sind bis zu 300 geladen Gäste auf dem Gelände verteilt und es
gibt einen Außenbereich mit vielen Stühlen und Essensständen und im Inneren
gibt es ebenfalls Sitzgelegenheiten und noch mehr Essen.
Das Unterhaltungsprogramm gestaltet sich wie folgt. Erstens ist
die Musik mega laut und auf der Bühne tanzen einige Mädels sehr ausgelassen und
versuchen die Männer zum Tanzen zu animieren. Die Frauen sitzen derweil alle
brav auf einer Seite des Raumes und schauen nur zu.
Das Hochzeitspaar erscheint selber erst sehr spät zu der Feier.
Die Hochzeitszeremonie selber findet wo anders statt, wo nur die engsten
Angehörigen teilhaben dürfen.
Das Paar erscheint mit viel Getöse am Ort. Danach sitz es 3
Stunden auf einer Couch und wird mit jedem Gast fotografiert, wobei jeder etwas
Geld in den Schoß des Paares legt.
Im Großen und Ganzen war es sehr interessant und aufregend an so
einem Spektakel teilhaben zu können.
Einen Tag haben wir in der Stadt Amritsar verbracht. Dort waren
wir am Goldenen Tempel, ein heiliger Ort der Sikhs. Sehr beeindruckend.
Unser Nächstes Reiseziel war Rajasthan. Wir haben einen Zug von
Amritsar nach Jaipur. In Ambala war vorgesehen umzusteigen und eine Stunde
später den Zug weiter zu nehmen. Leider hatte der erste Zug 2h Verspätung, so
saßen wir für einen Tag in Ambala fest.
Am nächsten Tag sind wir dann aber
gottseidank schnell weiter nach Jaipur.
Dort haben wir drei Tage verbracht. Petter ist leider in der Zeit
krank geworden und hat sich im Zimmer ausgeruht. Thomas und ich haben eine
Sight Seeing Tour für einen Tag gemacht und uns die Pink City angeschaut, sowie
die schönen alten Paläste und Forts.
Wir haben noch einen Tagesausflug nach Pushka gemacht.
Unser nächstes Ziel war dann Udaipur. Dort waren wir leider nur
2 Tage, da wir sehr unter Zeitdruck standen. Aber es ist eine sehr schöne alte
verwinkelte Stadt und die Leute waren sehr nett. Dort sollte man sich unbedingt
den City Palace anschauen. Er befindet sich mitten in der Stadt und ist über
350 Meter lang und einfach nur märchenhaft.
Nach unserem kurzen Aufenthalt sind wir weiter nach Jaisalmer.
Der Ort ist berühmt für seine Kamel Safaris.
Nach einer langen Nacht-Busfahrt sind wir sehr früh angekommen.
Dank einer Empfehlung haben wir auch gleich ein super süßes kleines Hostel
mitten im Fort gefunden. Die Unterkunft hat den Spitznamen „Harry Potter Haus“
und das auch aus guten Grund. Unsere eine Zimmerseite bestand aus einer sehr verzierten
nebenliegenden Tempelwand J, die aussah wie aus Sand gebaut.
Nach kurzen ausruhen haben wirgleich weitere Gäste aus dem
Hostel kennen gelernt und wir alle wurden Nachmittags in ein kleines Dorf
eingeladen. Dort hatten wir Gelegenheit das wirklich ärmliche Dorfleben zu
sehen. Da es mehr oder weniger selten war das „Touristen“ in das Dorf kommen. War
es für die Kinder ein Highlight und wir wurden nur umringt von ihnen. Wir alle
7 Fremdlinge haben dann eine Ziege gekauft, die dann vor unseren Augen geschlachtet
wurde. L „Sorry“. Abends
gab es dann für die Hälfte des Dorfes und natürlich für uns ein leckeres
Ziegengericht. Das war das erste Mal, dass ich mein Essen sterben sehen habe.
Am nächsten Tag haben wir uns dann das Fort von Jaisalmer
angeschaut und sind bummeln gewesen.
Da die Stadt ja so bekannt für seine Kamel Safaris ist, können
wir uns das ja nicht entgehen lassen. So haben wir drei beschlossen uns 3 Tage
und 2 Nächte ins Abenteuer zu stürzen. Am Anfang war das reiten des Kameles
noch sehr angenehm aber an Tag 2 und nach 3h dauerreiten war es dann doch nicht
mehr so bequem. Dafür war die Landschaft sehr schön und das Übernachten unter
freiem „atemberaubenden“ Sternenhimmel hat alle Schmerzen wieder wettgemacht.
Wir hatten 2 Kamelführer mit uns, welche sich rührend um unser Wohlergehen
gekümmert hatten.
Die Jungs haben sich gefreut das sie immer Feuer zum Kochen und
Warm halten machen durften und ich hab ..ähmmmm…. dabei zugeschaut, weil beim Kochen
(was dann mein Part gewesen wäre) durfte ich nicht helfen. J Nach den 3 Tagen waren wir
auch froh, dass wir wieder in einem Auto saßen und den ganzen Sand aus unseren
Schuhen kippen konnten.
Wir wurden leider etwas spät wieder aus der Wüste abgeholt, so
dass wir ganz schnell einen Nachtbus nach Delhi finden mussten. Gottseidank hat
uns der Besitzer des Hostels geholfen.
Nach 24h Sleeperbus, sind wir auch sehr geplättet in New Delhi
angekommen. Unser Hotel hatten wir schnell gefunden und so haben wir uns auf
die Suche nach einem gemütlichen Europäischen Restaurant gemacht, denn es war
Weihnachten. Wir hatte sehr schnell ein Lokal mit Deutscher Küche auswendig
gemacht und ich hab mir ein Schnitzel mit Kartoffel Salat gegönnt. Oh das hat
so gut getan, mal wieder was Heimisches zu essen. Leider hatten Thomas und
Petter nicht so viel Glück mit ihren Spätzle und Geschnetzelten. Aber trotzdem
war es mal wieder schön was anderes als Indisch zu essen.
Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir uns vorgenommen, das Taj
Mahal zu sehen. Leider ging an dem Tag einiges schief. Der Zug hatte mal wieder
Verspätung und so sind wir nicht vor halb 4 in Agra angekommen. Das Taj Mahal
schließt aber leider 17Uhr,so dass wir nicht genug Zeit gehabt hätten um uns
alles anzuschauen. Wir haben deshalb kurzfristig beschlossen eine Nacht in Agra
zu bleiben und uns das Mausoleum am nächsten Morgen in Ruhe anzuschauen.
6Uhr hat dann auch der Wecker geklingelt und wir waren pünktlich
zum Sonnenaufgang am Taj Mahal. Es ist einfach nur atemberaubend schön. Es
überwältigt einen regelrecht wenn man davor steht. So riesig und architektonisch
einfach meisterhaft. Aber da müsst ihr euch einfach die Bilder anschauen.
Heute ist unser letzter Tag in Indien und wir verbringen ihn
damit Zug zu fahren, stundenlang in der Post rumzustehen und Tasche zu packen.
Um Mitternacht geht unser Flug zum nächste Abenteuer CHINA.