Indien


Cochin 01.11.2011 - Neu Delhi 27.12.2011



03.11.11


Endlich angekommen

So, die 12h Flug haben wir problemlos überstanden.

Die Taxifahrt vom Flughafen bis zum Hostel war schon ein reines Abenteuer.

In einer Stunde Autofahrt, haben wir schon einige erste Eindrücke sammeln dürfen. Von lauten Geräuschen, komischen Gerüchen, große bunte Werbetafeln über Elefanten, Kühen, Ziegen bis hin zu einem Rabe der einer toten Babykatze das Auge rauspickt.

Ansonsten ist es sehr warm und wirklich verdammt schwül.

Unsere erst Errungenschaft ist ein Moskitospray. Was aber nicht wirklich geholfen hat, denn ich (Steffi) habe bereits 5 Stiche nur an einem Bein :)

Unser Hostel ist echt super. Sehr klein aber sauber und die Leute sind wirklich nett und hilfsbereit.
Wir werden bis Sonntag erst mal hier in Cochin bleiben und dann weiter in die nächste Stadt fahren.








Wo unsere Reise genau hingeht haben wir noch nicht entschieden.
Aber höchstwahrscheinlich mit dem Zug nach Bangalore und von dort weiter nach Goa.

So erst mal genug für heute.
Hier ist es nämlich schon 11:30.
Thomas hat sich nach unserem tollen Frühstück wieder ins Bett gelegt, weil er immer noch so kaputt von der Reise ist.
(hAhA Wird schon noch rausstellen wer hier das wirkliche "Mädchen" von uns ist)
Ich werde ihn jetzt endlich mal dazu bewegen aufzustehen, damit wir uns die Stadt anschauen gehen.


04.11.11
Gestern haben wir uns dann doch noch Fort Cochin angeschaut.
Zunächst sind wir am Strand entlang gelaufen bis zu den chinesischen Fischernetzen..



Weiter zum Dutch Palace und zum Jüdischen Viertel.
Viel mehr gibt es hier auch nicht wirklich zu sehen. Aber es ist eine sehr schöne, im Vergleich zu anderen Städten, ruhige Ecke.
Da wir hier ja nicht selber kochen können, gehen wir jeden Tag essen.
Es gibt in Cochin so viele gute Restaurants das wir vor Angeboten gar nicht wissen wohin.
Gestern Mittag waren wir zum Beispiel in einem Restaurant, wo auch die Einheimischen in ihrer Pause essen gehen. Wir haben für 2 große Gerichte und eine Flasche Wasser nur 100 Rupien bezahlt. Das sind ca. 1,40€. Und es war sau lecker.


Das Essen hier ist einfach nur so gut. Ich glaube das mit dem Abnehmen verschiebe ich erst einmal auf China ;)
So zu Heute:
Morgens ging es mit dem Bus zu einer Backwater Tour. Backwater sind viele kleine Flüsse im Landesinneren. Die Tour war leider etwas langweilig, weil sie einfach zu lange ging und man sich die ganze Zeit über eigentlich das selbe angeschaut hat. Aber egal, muss man eben mal gesehen haben. Mir (Thomas) hat es aber gefallen, immer dieses Rumgenörgel von den Deutschen... :P


 

05.11.11
Heute waren wir endlich mal an einem Badestrand.
An dem Tag, haben leider auch noch alle Fahrer von öffentlichen Verkehrsmitteln gestreikt, da die Spritpreise eben mal verdoppelt wurden.
Wir haben etwas gebraucht bis wir vorwärts kamen.
Als wir glücklicherweise endlich mal ein TukTuk Fahren gefunden hatten, der uns fährt, wollte er auch gleich unverschämt viel Geld dafür. Aber naja, 20km läuft man mal nicht einfach so. :)
Endlich am Strand angekommen, war dieser total leer und ruhig.
Leider ist es ja in Indien nicht gerne gesehen, wenn Frauen etwas freizügiger gekleidet sind.
Dementsprechend habe ich mich auch nur in "langen Sachen" an den Strand gelegt.
Thomas hingegen hat sich freudig in den hohen Wellen vergnügt.
Als sich dann später unsere blonden polnischen Nachbarinnen im Bikini zeigten, waren nach wenigen Minuten ungefähr 30 indische Gaffer da, die "unauffällig" Fotos von Ihnen machten.
Aber dem Mädels und auch ihren Freunden schien es nicht sonderlich gestört zu haben.
Ich war nur froh, dass ich mich doch dazu entschieden hatte, meine Sachen anzubehalten.

Am Abend haben wir dann einen Deutschen in unserem Hostel kennen gelernt.
Mit ihm sind wir Essen gewesen und danach doch was trinken.
Wir haben unser erstes Bier getrunken. Kingfischer Beer hat 6 Umdrehung und gibt es in 650ml Flaschen.


06.11.11
Wir haben Cochin verlassen und sind mit dem Bus nach Munnar gefahren.
Diese Fahrt hat ca. 5h gedauert und uns ungefähr 3 Euro gekostet.
In den Bussen gibt es extra Sitzreihen, die für Frauen freigehalten werden. Demnach saß ich neben 3 andern Frauen wo jede noch ihr Kind auf dem Schoss hatte.
Der Bus ist in den Bergen sehr schnell die Serpentin hoch gefahren. Ein Kind musste sich übergeben und danach die Mutter ebenfalls und ich saß daneben...
Nach einer anstrengenden Busfahrt waren wir dann endlich in Munnar.
Das ist eine kleine Tee - Stadt in den Bergen von Kerala.
Hier haben wir ein kleines billiges Hostel gefunden.

07.11.11
Trekking Tour in Munnar
Um 06:30 in der Früh ging es los in die Teeplantagen und Bergen von Kerala.
Der Weg war sehr ruhig und grün :) und es war mal schön kein Gehupe und keine Abgase zu haben.
Der Guide hat uns einiges über den Tee Anbau, die Arbeiter und die Geschichte des Ortes erzählt.

Nach ca. 3 1/2 h Laufen, kamen wir an der Spitze von einem 2100m Berg an. Die Aussicht war atemberaubend schön. On Top hatten wir dann eine Stunde Pause um zu frühstücken, uns aus zu ruhen und Fotos zumachen. Es war eine wirklich tolle Tour.


Ich habe nur die Halbtags-Tour gemacht und bin deswegen schon wieder im Hostel.
Thomas wollte natürlich die Ganztages-Tour machen. Ich bin mal gespannt was er erzählt wenn er wiederkommt.
Nachdem Steffi weg war, ging die Tour erst richtig los... Wir konnten Affen beobachten die sich von Ast zu Ast schwingen. Ich wurde von einem Blutegel "besprungen" konnte diesen aber mit Hilfe eines Feuerzeuges von meinem Bein brennen (soll noch mal einer sagen das die Dokumentationen auf DMAX sinnlos wären). Danach sind wir in ein Regenschauer gekommen und was vorher noch ein schmaler Trampel Weg war, entwickelte sich in wenigen Minuten in einen reißenden Bach. Die komplette Gruppe war komplett nass. Bis auf Steffi die in dieser Zeit ein Nickerchen machte und fleißig Blog geschrieben hat.
Morgen müssen wir aus dem Hostel raus. Mal sehen wo es uns dann hin verschlägt.
Aber höchstwahrscheinlich werden wir zurück nach Cochin fahren.
Denn um von hier aus nach Bangalore zu kommen müsste man 13h Bus fahren und das wollen wir uns einfach nicht antuen. Die 5h von Cochin nach Munnar waren schon genug.
Von Cochin wollen wir dann endlich mal Richtung Norden nach Goa.
Es fährt hier regelmäßig ein Zug.



08.11.11
Von Fort Cochin ging es dann mit dem Zug nach Kannur. Nach 5h sind wir ca. 7Uhr angekommen.
Da wir vorher kein Hostel gebucht hatten musste wir uns Vorort eines suchen.
Dass das aber noch ein Problem werden würde, hätten wir nicht gedacht. Wir sind von einer Absteige zur Nächsten gelaufen und haben gesucht und gesucht. Eine schlimmer als die anderen. In dem ersten Hostel, das von Lonely Planet empfohlen wurde, sind wir gleich Rückwärts wieder raus.
Dort waren riesen Kakerlaken, dreckige Bettwäsche, ein total versifftes Bad und es war eine reine Baustelle.
Bis wir eines gefunden hatten, sind gute 2h vergangen. Haben die Nacht aber ohne Probleme überstanden. Ich hatte die Nacht nur Verfolgungswahn von kleinen Krabbeltierchen :)


09.11.11
 
Mag sein das Kannur eine schöne Stadt ist, aber das was wir gesehen haben, war einfach nur laut, dreckig und nervig (freu mich schon auf die richtig großen Städte wie Mumbai und Delhi).
Aber es gab eine Ausnahme:
Da unser Zug nach Goa erst abends ging hatten wir noch den ganzen Nachmittag Zeit. Wir haben uns ein Tuktuk genommen und sind an einen einsamen Strand gefahren (danke Lonley Planet). Es war unglaublich. Wir waren ganz alleine am Strand und es war völlig ruhig. Man hätte auch dort ein Zimmer nehmen können, doch dies hätte unser Budget gesprengt (wobei es für deutsche Verhältnisse und bei der Aussicht aufs Meer trotzdem günstig gewesen wäre).

Auf nach Goa:
Normalerweise sollte man ein Zugticket mehrere Wochen vorher reservieren, vor allem wenn man in den besseren Klassen fahren möchte. Aber es gibt meistens immer noch Plätze in den billigen Kategorien (zur Erklärung: Man unterscheidet zwischen: 1AC, 2AC, 3AC, Chair Class, Sleeper Class und 2. Klasse). Wir haben nur einen Platz in der 2. Klasse bekommen. Allerdings kann man im Zug die Fahrkarte aufwerten lassen. Es war aber alles voll (reserviert). Wir haben uns trotzdem in die Sleeper Class gesetzt und auf unser Glück gehofft (schließlich habe ich (Thomas) ja auch 4 Glückspfennige mit auf die Reise bekommen, danke O&O ;-) ).
Die Sleeper Class muss man sich folgender maßen vorstellen, man sitzt auf einer Bank mit jeweils 3 Leuten und gegenüber sitzen ebenfalls 3 Leute. Das Abteil ist ungefähr 2m breit und 3m hoch. Später kann man Liegen ausklappen welche an der Wand befestigt sind. Man schläft sozusagen in einem Raum wo jeweils 3 liegen übereinander und gegenüber sind und die Fenster sind mit Gittern geschützt und haben keine Scheiben (es hat ein bisschen was vom Knast, nur das im Verhältnis zu Deutschen Gefängnissen jeder nur einen Bruchteil an Platz hat) Trotzdem war es sehr angenehm und man kommt sehr schnell mit Einheimischen in Kontakt. Ein weiterer Vorteil ist das ungefähr aller 20min ein Angestellter vorbei kommt der einem was zu Essen oder Trinken anbietet was sehr cool und vor allem lecker ist.
Und siehe da wir hatten Glück, obwohl unsere Plätze reserviert waren sind die Jenigen nicht erschienen und wir konnten liegen bleiben.
Wir sind nach einer 7h Zugfahrt 01:30 AM in Margoa angekommen und haben uns schnell ein Hostel gesucht (wieder mal eine kleine Absteige aber war ja nur für ein paar Stunden).
Am nächsten Morgen haben wir ein Pre Paid Taxi nach Anjuna genommen.
Und wir sind jetzt endlich im "wirklichen" Goa angekommen.
Gerade relaxen wir in einem Restaurant das sich "German Bakery" nennt :)
Dank Lonely Planet haben wir eine sehr schön Unterkunft gefunden. Sie heißt "Paradise".




So wie es aussieht bleiben wir jetzt 2 Wochen in Anjuna, Goa. Hier gibt es leider sehr viele Touristen aber dafür ist ja Goa generell bekannt.

17.11.2011
Wir sind jetzt seit einer Woche in Goa und wir müssen sagen, das Goa eigentlich kein richtiges Indien ist. Viel mehr Touristen, andere Mentalitäten und viel viel freizügiger und lockerer.
Wir nutzen die Zeit nochmal um zu relaxen und am Strand rum zu liegen.
Ansonsten passiert bei uns gerade nicht viel Spannendes.
Manchmal leihen wir uns einen Roller aus und fahren mal in den Norden oder Süden Goas. Oder gehen auf Märkte und stürzen uns in die Menschenmassen.


27.11.11

In den letzten Tagen inAnjuna hatte ich (Thomas) das Vergnügen mich öfters mit einem Einheimischen zu treffen und über verschiede Dinge zu reden. Unter anderem hat er mir erzählt, dass er erst vor kurzem Geheiratet hat und seine Frau nicht wie früher schon als kleines Kind versprochen wurde. Sondern er sie über eine Art Heiratsagentur gefunden hat. Das läuft ungefähr so ab, dass man zu dieser Agentur geht und sagt das man heiraten möchte, daraufhin wurden Frauen gesucht die ebenfalls heiraten möchten. Dann wurde ein Treffen zwischen ihnen arrangiert. Aber glaubt nicht dass Sie sich alleine treffen durften. Es waren ungefähr noch 10 andere Leute mit anwesend und haben „Gespräch“ verfolgt. Wobei mein Kollege so schüchtern war, dass seine Mutter für Ihn die Fragen gestellt hat. Letztendlich konnte man sich einigen und die Hochzeit wurde arrangiert ohne das beide jemals alleine miteinander gesprochen haben, geschweige denn Zärtlichkeiten austauschen konnten. Jedoch ist dies nur ein Beispiel, mittlerweile ist selbst dieser Weg verhältnismäßig altmodisch aber immer noch aktuell, vor allem in Dörfern und abgelegenen Orten. In größeren Städten läuft das Spiel ansonsten wie auch bei uns in Deutschland ab J

Eine andere nette Geschichte war die von seinem Cousin, der die Ausbildung zum Lehrer beendet hat und nun arbeiten möchte. Jedoch läuft selbst dies nicht ganz so einfach ab wie in Deutschland. Wenn man in Deutschland mit etwas Glück eine Einmalzahlung vom künftigen Arbeitgeber erhalten kann um das Angebot zu versüßen. Muss man in Indien wenn man Pech hat dafür Zahlen das man Angestellt wird. Bei seinem Cousin lief das so ab das er 1000000 Rs (ungefähr 15000 Euro)als Einmalzahlung vorschießen durfte um dann zu Arbeiten. Also liebe Leser die fleißig arbeiten gehen, seit froh das ihr nicht noch zahlen dürft für eure Arbeit ;-)
Nach 14 Tagen in Anjuna, im Norden von Goa, wurde es uns dort langsam zu langweilig und da wir ja noch sooo viel Zeit haben, haben wir noch mal einen Ortswechsel gemacht.
Wir sind jetzt im Süden von Goa in Palolem.
Gerade sitze ich auf der Terrasse unserer süßen kleinen Strandhütte und Blicke aufs Meer hinaus.
Es ist wirklich eine sehr sehr kleine Hütte und sie besteht aus Spanplatten, die sich durch die Feuchtigkeit ganz arg verzogen haben und es so etwas schräg wirkt. Aber es kostet uns nur 5 € zusammen und wir haben Meeresrauschen als Einschlafmusik.
Palolem ist ein wenig ruhiger als Anjuna aber es sind genauso viele Touristen hier, nur gottseidank weniger Russen J
Wir haben per Zufall einige Freunde wiedergetroffen, welche wir schon in Munnar (Teeplantagen) kennengelernt hatten. Aber leider reisen die beiden Mädels aus Schweden heute weiter.
Ebenfalls ist uns ein weitere Freund (aus SaalfeldJ), den wir in Anjuna trafen, wieder über den Weg gelaufen.
Mit all den Leuten saßen wir vorgestern am Strand und hatten eine gemütliche Plauderrunde. Später kamen noch eine Österreicherin und ein Belgier hinzu.
Wir hatten ein wunderbares Abendessen. Man konnte sich seinen Fisch selber aussuchen und dieser wurde dann für einen nach Wunsch zubereitet. Wir hatten Tunfisch und Calamari. (siehe Fotos)
Gestern sind wir ganz früh aufgestanden um um 7 Uhr mit dem Kajak rauszufahren und um Delfine zu beobachten. Jedoch hat sich der Start im Wasser etwas schwieriger gestaltet. Wir sind zweimal gekentert wobei eine gut RayBan Sonnenbrille über Bord ging und nicht wieder auftauchen wollte aber wir hatten Glück und haben wirklich welche zu Gesicht bekommen, also Delfine.
Den restlichen Tag haben wir mal wieder am Strand rumgegammelt, waren Bodyboarden und haben mit anderen Leuten Volleyball gespielt. Naja und ich (Thomas) habe versucht die deutsche Fußball Ehre hoch zu halten, in einem erbitterten Match gegen zwei Norweger die mir und meinem englischen Kollegen überlegen waren. Haben wir nicht nur das Spiel verloren…
                     Kleiner gebrochener Zeh :(
Abends waren wir dann mit einer größeren Gruppe unterwegs zu einer „Silent Headphone Party“. Der Weg dorthin war schon richtig gut, wir mussten durchs Meer laufen und über einen Berg klettern um an die Stelle zu kommen wo das Ereigniss stattfand. Das Konzept ist sehr simpel auch zugleich genial wie alle fanden. Man bekommt am Eingang Kopfhören und kann zwischen 3 verschiedenen Kanälen wählen, wobei der jeweilige Kanal durch unterschiedliche Farben an den Kopfhörern angezeigt wird. Das heißt, das irgendwie jeder ein bisschen anders tanzt, z.B. einer zu Hiphop, andere zu Techno und wieder andere zu Rock. Das witzige ist wenn man die Kopfhörer abnimmt und die anderen mitsingen hört und sonst aber keine Musik mehr da ist.
So ist es einfacher sich mit Leuten zu unterhalten oder sie, wenn man sie nicht mag, zu ignorieren. „Just put your headphones on“ J
Ihr könnt euch das Gefühl nicht vorstellen. Es ist wirklich toll wenn man einfach nur in der Masse steht und die Kopfhörer absetzt und die andern Leute beobachtet wie sie alle verschieden tanzen.
Wir haben bis Früh um 5 Uhr getanzt. War eine der besten Partys wo ich (Steffi) je war.


06.12.11

Die Tage in Palolem haben wir damit verbracht, verschiedene Strände zu besuchen.
Zusammen mit den beiden Norwegern (2 Jungs) haben wir Roller ausgeliehen und sind ein bisschen durch die schöne Gegend gefahren. Wir haben vorher von einem Belgier der schon sehr lange nach Goa kommt, ein paar gute Tipps bekommen welche Orte wir uns unbedingt anschauen sollten.
So sind wir am wunderschönen Turtle Beach gelandet. Ein fast einsamer Strand an dem es noch keine Hostels oder große Hotels gibt, nur 3 kleine Restaurants. Dort haben wir gleich 2 Tage hinter einander verbracht. In dem einen Restaurant gab es lecker Austern und köstliche Krabben, natürlich alles Frisch gefangen. 6 frische Austern haben gerademal 80 Ruppien gekostet, das sind ca. 1,2€. Für 8 große Krabben lag der Preis etwas höher, bei 1200 Ruppien (20€), was ja im Vergleich zu Europa immer noch sehr billig ist J
Wir haben dann noch 2 weitere Norweger (Pärchen) kennen gelernt, so dass wir dann schon 6 Leute waren die immer etwas zusammen unternommen haben.
Unseren vorletzten Tag waren wir dann nochmals an einem anderen Strand, der auch etwas ruhiger war. Als wir dort ankamen lag ein Toter Delfin am Strand L (Thomas war ja der Meinung das er sich nur ausruhen wollte und ein bisschen die Sonne genießen wollte J ). Es wusste leider keiner warum oder an was er gestorben ist.
Den letzten Abend in Palolem haben wir ein mit alle nochmal richtig gefeiert und waren lecker essen, Cocktails trinken und im Anschluss noch auf einer Headphone Party. War ein sehr gelungener Abschied.
Die beiden norwegischen Jungs haben dann entschieden mit uns weiter zu reisen.
So haben wir Goa verlassen und sind mit dem Nachtbus nach Hampi gefahren. Hampi ist eine sehr historische Stadt in Indien mit vielen Tempeln und Ruinen.
Im Bus (Sleeper Bus) hatten wir unser eigenes Bett, was zum Anfang noch sehr bequem war, hat sich später als Irrtum heraus gestellt. Durch die teilweise nicht so guten Straßen wurden wir ganz schön durch geschüttelt. Manchmal sind wir einige cm nach oben geflogen.
Als wir dann am Morgen in Hampi angekommen sind, wurden wir erst mal von einer Menschenmenge begrüßt die uns diverse Karten, Touren und Tuktuk Fahrten verkaufen wollte. Sie sind auf dem Bus gestiegen und haben uns schon im Bus versucht an zu werben bzw. sind durch die Fenster in den Bus rein gekrochen.
Ach, als Steffi den Bus verlassen wollte, hat Sie festgestellt dass Ihre Schuhe geklaut wurden J und das waren meine Besten.  Da ich ja leider meine guten Wanderschuhe Zuhause vergessen hatte, blieben mir nur noch die Wandersandalen und genau diese wurden mir jetzt gestohlen. Nun bin ich nur noch in Besitz roter Vita Cola Flip Flops und halb kaputten Ballerinas J
Als wir den Ansturm überstanden hatten, sind wir auf die Suche nach einem Hostel gegangen. Den restlichen Tag haben wir damit verbracht uns die Gegend anzuschauen. Wir sind mit zwei Mopeds zu einem Affentempel gefahren und als wir die gefühlten 1000 Stufen Hoch geklettert sind, wurden wir mit einer schönen Aussicht und vielen Affen belohnt. Wir hatten ein paar Bananen mitgenommen um die Affen zu füttern. Als uns dies aber ein bisschen zu langweilig wurde, wollten wir die Intelligenz der Affen testen und haben eine Banane in eine Plaste Flasche gesteckt. Ein Affe hatte sich die Flasche auch sofort geschnappt und nachdem er diese erfolgreich gegen einen anderen Affen verteidigt hatte, hat er sich ran gemacht diese zu öffnen. Als jedoch nicht alle Stückchen herauswollten hat er einfach die Flasche zerbissen.
Am nächsten Morgen haben wir uns einen TukTuk Fahrer für den ganzen Tag gemietet, der uns dann zu allen wichtigen Tempeln und Ruinen gefahren hat.
Leider hatten wir nur 2 Nächte Zeit für Hampi und so sind wir mit dem Nachtbus (14h) weiter nach Mumbai gefahren und auch die beiden Norweger waren mit an Bord.
Nun wird für 2 Tage Mumbai erkundet.



14.12.11

Unsere ersten Befürchtungen von Mumbai blieben gottseidank aus. So schlimm ist der Großstadttrubel garnicht wie immer alle sagen.
Da wir nicht so viel Zeit hatten haben wir nur einen kleinen Ausflug mit dem Boot zu Elephant Island gemacht und uns dort die Hölen und Buddah Staturen angeschaut. Danach waren wir noch am Gateway to India. Am Abend hat man einen schönen Blick auf die bunt beleuchtete Strandpromenade.

Am 07.12.11 sind wir dann mit dem Flugzeug von Mumbai über Delhi nach Amritsar geflogen.
Wie ihr ja wisst haben wir ja 2 Mitreisende aus Norwegen. Einer der Beiden, Param, ist gebürtiger Inder. Er besucht in Indien ein Teil seiner Familie und wurde zu mehreren Hochzeiten eingeladen.
Da wir jetzt schon so lange mit den beiden zusammen reisen, hat er uns gefragt ob wir Lust haben mit zu seiner Familie und zu den Hochzeiten zu kommen.

So hatten wir für 5 Tage die Möglichkeit an dem Leben der Familie Dalhiwald teilzuhaben.
Die Mutter ist die Milch-Kontrolleurin des ganzen Dorfes. Jeder Milchbauer bringt die Milch am Morgen zu ihr und sie prüft den Fettgehalt und vergibt ebenfalls etwas Milch an die Schulen im Umkreis. Der Vater hat eine kleine Apotheke im nächst gelegenen Dorf.
Die beiden haben zwei Kinder, ein siebenjähriges Mädchen namens Harmanbreed und einen elfjährigen Sohn namens Mansumeet. Die beiden waren so lieb und einfach nur goldig. Wir haben viel mit ihnen gespielt und rumgealbert.
Die Mutter hat mir gezeigt wie man indisch Kocht und Capathi (Fladenbrodt)zubereitet und Thomas hat sie bei der Milchkontrolle unterstützt. Sie hat ihm gezeigt wie sie vorgeht und welche Chemikalien sie verwendet.

Die Familie hat uns mit zu zwei indischen Hochzeiten genommen.
Für diesen Anlass gibt es in Indien eine extra Branche, welche riesige Anwesen vermietet, wo dann alles für die Hochzeit organisiert ist.
Eine passende Dekoration, ein riesiges Buffet, Kellner die Essen und Getränke verteilen, ein Unterhaltungsprogramm und Kameraleute die das ganze Spektakel filmen.
Es sind bis zu 300 geladen Gäste auf dem Gelände verteilt und es gibt einen Außenbereich mit vielen Stühlen und Essensständen und im Inneren gibt es ebenfalls Sitzgelegenheiten und noch mehr Essen.
Das Unterhaltungsprogramm gestaltet sich wie folgt. Erstens ist die Musik mega laut und auf der Bühne tanzen einige Mädels sehr ausgelassen und versuchen die Männer zum Tanzen zu animieren. Die Frauen sitzen derweil alle brav auf einer Seite des Raumes und schauen nur zu.
Das Hochzeitspaar erscheint selber erst sehr spät zu der Feier. Die Hochzeitszeremonie selber findet wo anders statt, wo nur die engsten Angehörigen teilhaben dürfen.
Das Paar erscheint mit viel Getöse am Ort. Danach sitz es 3 Stunden auf einer Couch und wird mit jedem Gast fotografiert, wobei jeder etwas Geld in den Schoß des Paares legt.
Im Großen und Ganzen war es sehr interessant und aufregend an so einem Spektakel teilhaben zu können.

Einen Tag haben wir in der Stadt Amritsar verbracht. Dort waren wir am Goldenen Tempel, ein heiliger Ort der Sikhs. Sehr beeindruckend.

Unser Nächstes Reiseziel war Rajasthan. Wir haben einen Zug von Amritsar nach Jaipur. In Ambala war vorgesehen umzusteigen und eine Stunde später den Zug weiter zu nehmen. Leider hatte der erste Zug 2h Verspätung, so saßen wir für einen Tag in Ambala fest. 
Am nächsten Tag sind wir dann aber gottseidank schnell weiter nach Jaipur.
Dort haben wir drei Tage verbracht. Petter ist leider in der Zeit krank geworden und hat sich im Zimmer ausgeruht. Thomas und ich haben eine Sight Seeing Tour für einen Tag gemacht und uns die Pink City angeschaut, sowie die schönen alten Paläste und Forts.
Wir haben noch einen Tagesausflug nach Pushka gemacht.

Unser nächstes Ziel war dann Udaipur. Dort waren wir leider nur 2 Tage, da wir sehr unter Zeitdruck standen. Aber es ist eine sehr schöne alte verwinkelte Stadt und die Leute waren sehr nett. Dort sollte man sich unbedingt den City Palace anschauen. Er befindet sich mitten in der Stadt und ist über 350 Meter lang und einfach nur märchenhaft.

Nach unserem kurzen Aufenthalt sind wir weiter nach Jaisalmer. Der Ort ist berühmt für seine Kamel Safaris.
Nach einer langen Nacht-Busfahrt sind wir sehr früh angekommen. Dank einer Empfehlung haben wir auch gleich ein super süßes kleines Hostel mitten im Fort gefunden. Die Unterkunft hat den Spitznamen „Harry Potter Haus“ und das auch aus guten Grund. Unsere eine Zimmerseite bestand aus einer sehr verzierten nebenliegenden Tempelwand J, die aussah wie aus Sand gebaut.
Nach kurzen ausruhen haben wirgleich weitere Gäste aus dem Hostel kennen gelernt und wir alle wurden Nachmittags in ein kleines Dorf eingeladen. Dort hatten wir Gelegenheit das wirklich ärmliche Dorfleben zu sehen. Da es mehr oder weniger selten war das „Touristen“ in das Dorf kommen. War es für die Kinder ein Highlight und wir wurden nur umringt von ihnen. Wir alle 7 Fremdlinge haben dann eine Ziege gekauft, die dann vor unseren Augen geschlachtet wurde. L „Sorry“. Abends gab es dann für die Hälfte des Dorfes und natürlich für uns ein leckeres Ziegengericht. Das war das erste Mal, dass ich mein Essen sterben sehen habe.
Am nächsten Tag haben wir uns dann das Fort von Jaisalmer angeschaut und sind bummeln gewesen.

Da die Stadt ja so bekannt für seine Kamel Safaris ist, können wir uns das ja nicht entgehen lassen. So haben wir drei beschlossen uns 3 Tage und 2 Nächte ins Abenteuer zu stürzen. Am Anfang war das reiten des Kameles noch sehr angenehm aber an Tag 2 und nach 3h dauerreiten war es dann doch nicht mehr so bequem. Dafür war die Landschaft sehr schön und das Übernachten unter freiem „atemberaubenden“ Sternenhimmel hat alle Schmerzen wieder wettgemacht. Wir hatten 2 Kamelführer mit uns, welche sich rührend um unser Wohlergehen gekümmert hatten.
Die Jungs haben sich gefreut das sie immer Feuer zum Kochen und Warm halten machen durften und ich hab ..ähmmmm…. dabei zugeschaut, weil beim Kochen (was dann mein Part gewesen wäre) durfte ich nicht helfen. J Nach den 3 Tagen waren wir auch froh, dass wir wieder in einem Auto saßen und den ganzen Sand aus unseren Schuhen kippen konnten.
Wir wurden leider etwas spät wieder aus der Wüste abgeholt, so dass wir ganz schnell einen Nachtbus nach Delhi finden mussten. Gottseidank hat uns der Besitzer des Hostels geholfen.

Nach 24h Sleeperbus, sind wir auch sehr geplättet in New Delhi angekommen. Unser Hotel hatten wir schnell gefunden und so haben wir uns auf die Suche nach einem gemütlichen Europäischen Restaurant gemacht, denn es war Weihnachten. Wir hatte sehr schnell ein Lokal mit Deutscher Küche auswendig gemacht und ich hab mir ein Schnitzel mit Kartoffel Salat gegönnt. Oh das hat so gut getan, mal wieder was Heimisches zu essen. Leider hatten Thomas und Petter nicht so viel Glück mit ihren Spätzle und Geschnetzelten. Aber trotzdem war es mal wieder schön was anderes als Indisch zu essen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir uns vorgenommen, das Taj Mahal zu sehen. Leider ging an dem Tag einiges schief. Der Zug hatte mal wieder Verspätung und so sind wir nicht vor halb 4 in Agra angekommen. Das Taj Mahal schließt aber leider 17Uhr,so dass wir nicht genug Zeit gehabt hätten um uns alles anzuschauen. Wir haben deshalb kurzfristig beschlossen eine Nacht in Agra zu bleiben und uns das Mausoleum am nächsten Morgen in Ruhe anzuschauen.
6Uhr hat dann auch der Wecker geklingelt und wir waren pünktlich zum Sonnenaufgang am Taj Mahal. Es ist einfach nur atemberaubend schön. Es überwältigt einen regelrecht wenn man davor steht. So riesig und architektonisch einfach meisterhaft. Aber da müsst ihr euch einfach die Bilder anschauen.
Heute ist unser letzter Tag in Indien und wir verbringen ihn damit Zug zu fahren, stundenlang in der Post rumzustehen und Tasche zu packen. Um Mitternacht geht unser Flug zum nächste Abenteuer CHINA.